Der Ex-Schwimmstar verpasst kaum ein Spiel der TSG Hoffenheim. „Ich bin ein absoluter Fußball-Fan geworden“, sagt sie.

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Kein Heimspiel der TSG Hoffenheim lässt Franziska van Almsick, der ehemalige Superstar der deutschen Schwimm-Szene, aus.

Kein Heimspiel der TSG Hoffenheim lässt Franziska van Almsick, der ehemalige Superstar der deutschen Schwimm-Szene, aus.

dpa

Kein Heimspiel der TSG Hoffenheim lässt Franziska van Almsick, der ehemalige Superstar der deutschen Schwimm-Szene, aus.

Düsseldorf. Früher in Berlin ist sie oft zu den Eisbären gegangen. Was vor allem damit zu tun hat, dass sie Ost-Berlinerin ist. Aber ein wirklicher Eishockey-Fan war sie nie. "Und für die Fußball-Bundesliga hatte ich überhaupt keinen Kopf." Seit Heidelberg die neue Heimat von Franziska van Almsick ist, hat sich das geändert.

Kein Heimspiel der TSG Hoffenheim lässt der ehemalige Superstar der deutschen Schwimm-Szene aus. "Ich bin ein absoluter Fußball-Fan geworden", erzählt Franziska van Almsick im aktuellen Gespräch mit dem "Bundesliga-Magazin".

Nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen hat sie ihre großartige Karriere beendet, die zwölf Jahre vorher bei Olympia in Barcelona begann, als sich Franziska van Almsick als "Franzi" in die Herzen der vereinten Deutschen schwamm. Über ein Jahrzehnt sollte sie die Schlagzeilen beherrschen, heute arbeitet sie als Schwimm-Expertin für die ARD, entwirft ihre eigenen Mode-Kollektionen, führt sie auf dem Laufsteg, gerne in Düsseldorf, vor. Und amtiert als Stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Heute tut es Franziska van Almsick fast ein wenig leid, dass sie ihre Karriere als Einzelsportlerin bestritten hat. "Gerade als Frau will man ja immer das bekommen, was man gerade nicht hat. Ich wäre gerne Mannschaftssportlerin geworden, weil Zusammenhalt und Teamwork eine schöne Sache sind."

Andererseits wollte sie immer Verantwortung tragen. "Im Einzelsport gibt es keine Chance, sich zu verstecken. Man gewinnt alleine, aber wenn etwas schief läuft, muss die Suppe auch alleine ausgelöffelt werden." Franziska van Almsick lebte in ihrer turbulenten Karriere in beiden Extremen. Das macht sie aus, das macht sie faszinierend.

"Es bringt zusätzliche Motivation, wenn sich Fußballer für unsere Athleten einsetzen."

Franziska van Almsick

Dabei ist die wirkliche Kunst auch für sie, nicht nur Erfolg zu haben, sondern Erfolg auch Jahr für Jahr zu bestätigen. Und sich dabei treu und in der Realität zu bleiben. Mit der Aktion "Sportler für Sportler" hat die Sporthilfe in Verbindung mit der Fußball-Bundesliga zuletzt Zeichen gesetzt, den Werbespot mit Olympiasiegerin Lena Schöneborn, die in Peking Gold im Modernen Fünfkampf gewann, und Meister-Trainer Felix Magath findet nicht nur Franziska van Almsick "richtig gelungen.

Wobei ich es natürlich besonders gut finde, dass es dabei um Schwimmen geht". Alle Fußballprofis der ersten und zweiten Bundesliga unterstützen die Stiftung. "Es bringt zusätzliche Motivation, wenn sich Fußballer für unsere Athleten einsetzen. Über die Bundesliga werden so viele Menschen erreicht, pro Spieltag 350.000 Fans in den Stadien und Millionen an den Bildschirmen."

Franziska van Almsick war für die ARD in Vancouver, im April weilte sie zu ersten Filmproduktionen für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Dabei wollte sie eigentlich gar keine Journalistin werden. Klar, dass Franziska auch Botschafterin der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 in Deutschland ist. Zeit bleibt da kaum. "Mein Terminkalender ist ziemlich voll."

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