Frankfurt/Main (dpa) - Frankfurt hat als selbst ernannte deutsche Sport-Hauptstadt den Münchner Olympia-Bewerbern Mut gemacht.

«Ich bin davon überzeugt, dass die Olympia-Bewerbung tief in der deutschen Bevölkerung verwurzelt ist», sagte Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in der Mainmetropole. «Ihr Münchner könnt, ihr Münchner werdet es schaffen!», rief sie Christian Ude, dem OB der bayerischen Landeshauptstadt, und DOSB-Präsident Thomas Bach zu.

Gemeinsam mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land bewirbt sich München um die Winterspiele 2018. Überschattet wird das Projekt allerdings von der Weigerung zahlreicher Garmischer Landwirte, ihre Grundstücke für die Spiele zur Verfügung zu stellen. Bach verwies auf eine Umfrage des ZDF-Politbarometers, wonach 75 Prozent der Bevölkerung für die Spiele sei.

«Welches deutsche Projekt dieser Größenordnung hat eine derart große Zustimmung?», sagte der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das am 6. Juli in Durban/Südafrika über die Vergabe entscheidet. Den Widerstand in Garmisch bezeichnete Bach am Rande des Empfangs als eine «PR-Aktion eines Anwalts.» Roth sprach von einer «zu aufgeregten Debatte im eigenen Land».

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