Der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher brennt vor Ehrgeiz, und Mercedes hofft auf den großen Coup.

Schumacher fiebert dem Termin entgegen.
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dpa

Schumacher fiebert dem Termin entgegen.

Stuttgart. So ganz haben sie sich dann doch nicht getraut. Obwohl die Idee sicherlich verlockend war. Aber einfach mal die Farben der deutschen Nationalflagge zu ändern, das wagten die Macher von Mercedes Grand Prix dann doch nicht. Obwohl die Farbkombination Schwarz-Rot-Silber eine nette Alternative zum gebräuchlichen Schwarz-Rot-Gold wäre. Die Silberpfeile sehen sich als deutsches Nationalteam in der Formel 1.

Nicht ohne Grund: Noch nie saßen zwei deutsche Fahrer hinter den Lenkrädern der silbernen Boliden. "Wir sollten vielleicht wirklich Angela Merkel überzeugen, Silber in die deutsche Fahne aufzunehmen", sagte Michael Schumacher.

Wenn irgendeinem ein solcher Vorstoß bei der Kanzlerin gelingen sollte, dann dem Rekordweltmeister. Auch bei der Präsentation seines neuen Teams im Mercedes-Museum in Stuttgart wurde die Ausnahmestellung des 41-Jährigen deutlich. Zum Leidwesen seines Teamkollegen Nico Rosberg.

"Natürlich hatte ich Zweifel, als Michael unterschrieben hat"

Als der Wiesbadener seinen Vertrag unterschrieben hatte, hieß das Team noch BrawnGP. Von einer Übernahme durch Mercedes war ebenso wenig auszugehen wie von der Verpflichtung Michael Schumachers. Doch vieles kam anders, so dass sich Rosberg schnell an neue Tatsachen gewöhnen musste. Ein Prozess, der mittlerweile abgeschlossen ist.

"Natürlich hatte ich zunächst Zweifel, als Michael unterschrieben hat. Doch nach vielen Diskussionen mit Ross Brawn und Norbert Haug habe ich jetzt ein gutes Gefühl, dass beide Fahrer gleich behandelt werden", sagte Rosberg. Eine Hoffnung, die Teamchef Brawn stützt: "Beide Fahrer kriegen unsere maximale Unterstützung, wir haben keinen Nummer-1-Fahrer." Zumindest nicht zu Beginn.

Das Ziel ist klar. "Wir wollen Weltmeister werden", sagte Dieter Zetsche. Der Daimler-Vorstandsvorsitzende schiebt aber nach: "Das muss noch nicht im ersten Jahr klappen." Die Voraussetzungen sind allerdings bestens.

BrawnGP hat 2009 bewiesen, dass mit diesem Wagen der Titelgewinn möglich ist. Gestern konnten Brawn und Co. noch nicht den neuen Silberpfeil vorführen. Es war das Auto der vergangenen Saison mit einer silbernen Lackierung. "Wir sind nicht fertig. Wir brauchen die maximale Zeit bis zu den ersten Tests in Valencia", sagt der Teamchef.

Schumacher fiebert dem Termin entgegen. "Die Wartezeit von November bis Ende Februar war sehr lange, das bin ich nicht gewohnt, ich bin heiß, auf hohem Niveau zu fahren", sagte Schumacher. Geduld war nie seine Stärke.

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