Sebastian Vettel fühlt sich bei Red Bull Racing sichtlich gut aufgehoben.
Sebastian Vettel fühlt sich bei Red Bull Racing sichtlich gut aufgehoben.

Sebastian Vettel fühlt sich bei Red Bull Racing sichtlich gut aufgehoben.

dpa

Sebastian Vettel fühlt sich bei Red Bull Racing sichtlich gut aufgehoben.

Barcelona (dpa) - Mehr Geld, weniger PR-Arbeit, volle Konzentration auf den möglichen Kampf mit Kumpel Michael Schumacher und den Silberpfeilen: Sebastian Vettel will angeblich noch vor dem WM-Start für klare Verhältnisse sorgen und Red Bull bis mindestens 2014 die Treue schwören.

Laut «Sport Bild online» soll die Vertragsverlängerung in der kommenden Woche unter Dach und Fach sein und bekanntgegeben werden. Eine Bestätigung seitens des Teams oder Vettels gab es dafür nicht. Rennstallbesitzer Dietrich Mateschitz sagte der Nachrichtenagentur dpa auf die Frage, ob die Verlängerung des Kontrakts mit dem 23 Jahre alten Hessen geplant sei: «Diese sollte demnächst bevorstehen.»

Damit könnte Vettel nach den starken Testvorstellungen mit noch mehr Rückenwind und ohnehin «gutem Bauchgefühl» in den Flieger nach Melbourne für den Großen Preis von Australien am 27. März steigen. Allerdings muss er sich möglicherweise auf das Duell der Duelle gefasst machen: Sein Spezi Schumacher schoss mit dem runderneuerten Silberpfeil in den Kreis der Siegkandidaten vor. Nicht nur Ferrari-Star Fernando Alonso zählt Mercedes mit Schumacher und Nico Rosberg nach dem famosen Testfinale in Barcelona zu den Favoriten.

Der Mercedes-Erfolg dürfte auch Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone mit Entzücken vernommen haben. «Wenn Mercedes ihm ein konkurrenzfähiges Auto gibt, wird er wieder gewinnen», prophezeite der Brite, der auch bekennender Vettel-Fan ist. Ein WM-Kampf Vettel gegen sein einstiges Idol Schumacher wäre praktisch das i-Tüpfelchen für die Königsklasse des Motorsports.

«Ob sie das in Australien bestätigen können, bleibt abzuwarten», meinte Vettel zu den starken Silberpfeilen. Dass er deswegen auf dem langen Flug nach «down under» nicht zur Ruhe kommt, ist nicht zu erwarten. «Ich muss schauen, dass ich ein bisschen Schlaf kriege, damit ich direkt in die Zeitzone komme.» Mit einem neuen Vertrag in der Tasche würde es sich womöglich noch besser schlafen.

Vettel selbst bestätigte die Vertragsverlängerung jedoch auch nicht. «Ich kann im Moment nichts kommentieren. Aber es ist kein Geheimnis, dass ich mich sehr, sehr wohl bei Red Bull fühle», zitierte «Sport Bild online» den Heppenheimer, der nach einem Einsatz als BMW-Ersatzpilot (2007) noch im selben Jahr zu Toro Rosso wechselte und seit 2009 für Red Bull fährt.

Eine Unterschrift und alle Spekulationen über einen Abschied zu Ferrari wären vom Tisch. Auch für Mercedes wäre Vettel keine Option mehr, wenn Rekordchampion Schumacher sein auf drei Jahre angelegtes Comeback im gestandenen Alter von fast 44 Jahren nach der Saison 2012 beenden würde. Wobei Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bei «Bild.de» zu einem weiterführenden Engagement meinte: «Wenn Michael will und wir uns auf einen schwäbischen Preis einigen können - sehr gerne.»

Vettel werde indes so lange bei Red Bull fahren, «wie er sich wohl fühlt und wir ihm ein wettbewerbsfähiges Auto geben können», bekräftigte Mateschitz im dpa-Interview. Dass der 23-Jährige bei Ferrari nicht anheuern würde, weil der als Alpha-Tier verschriene Alonso dort am Steuer sitzt, denkt Mateschitz nicht: «Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er irgendwelchen Auseinandersetzungen mit anderen Piloten im selben Team aus dem Weg gehen würde.»

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