Ausfahrt
Nico Rosberg dreht eine erste Runde mit seinem neuen Dienstwagen.

Nico Rosberg dreht eine erste Runde mit seinem neuen Dienstwagen.

Nico Rosberg hat schon einmal im neuen MGPW02 Platz genommen.

Michael Schumacher (l) und Nico Rosberg posieren mit dem neuen MGP W02.

Michael Schumacher ist die Anspannung anzusehen.

Fans von Michael Schumacher fordern auf einem Transparent den achten Weltmeistertitel.

Michael Schumacher winkt mit seiner Mütze Zuschauern und Fotografen auf einem Balkon zu.

Michael Schumacher (r) und Nico Rosberg enthüllen ihren neuen Rennwagen MGP W02.

Der Mercedes von Nico Rosberg wird nach einer Testfahrt zurück in die Teamgarage geschoben.

dpa, Bild 1 von 8

Nico Rosberg dreht eine erste Runde mit seinem neuen Dienstwagen.

Valencia (dpa) - Neue Saison, alte Probleme - aber der Glaube an den ersehnten ersten Grand-Prix-Sieg mit Mercedes bleibt bestehen. Gleich bei der Präsentation des neuen Silberpfeils ist Formel-1- Rekordchampion Michael Schumacher ausgebremst worden.

Wegen eines Hydraulikschadens konnte der siebenmalige Weltmeister am ersten Testtag der neuen Saison in Valencia seinen neuen MGP W02 nur auf 15 Runden kennenlernen. «Interessant, aber kurz», beschrieb Schumacher knapp die erste Begegnung mit dem Boliden.

Während Weltmeister Sebastian Vettel 93 Runden auf dem Circuit Ricardo Tormo absolvieren konnte, um in 1:13,769 Minuten die schnellste Zeit hinzulegen, kamen Schumacher und Teamkollege Nico Rosberg zusammen auf gerade einmal 24 Umläufe. «Ein frustrierender Tag», bekannte MercedesGP-Teamchef Ross Brawn.

Unerwartete Probleme direkt am ersten Tag - nach der enttäuschenden Premierensaison des ersten Mercedes-Werksteams seit 1955 im vergangenen Jahr musste sich Perfektionist Schumacher vorgekommen sein wie in einem falschen Film. «Ich hatte ein paar mehr Runden erwartet», sagte er.

Als habe der 42-Jährige eine Ahnung gehabt, war er am Morgen mit ernster Miene um 9.23 Uhr ins Blitzlichtgewitter der Kameras getreten, um seinen neuen Wagen für neue Grand-Prix-Siege vorzustellen. Erst nachdem die Plane vom MGP W02 enthüllt war, entwich die Anspannung langsam aus Schumachers Gesicht. Zusammen mit Rosberg winkte der Routinier den vielen Fans über der Box zu. Dort hatten seine Anhänger die Erwartungen deutlich formuliert. «Schumi we trust in you. It's time for the 8» («Schumi, wir vertrauen Dir. Es ist Zeit für die 8») stand auf einem Plakat.

«Über die Meisterschaft zu reden, wäre etwas verfrüht», sagte Schumacher nach seinem Kurzeinsatz. Vom Ziel, endlich im Silberpfeil zu siegen, ließ er sich aber nicht abbringen. «Mit dem Auto und mit der Entwicklung im Team sollten wir in der Lage sein, um Podiumsplätze, und wenn es gut läuft, um Siege kämpfen zu können.»

Am Mittag dürfte der Kerpener an alles gedacht haben, nur nicht an Siege. Schumacher musste mit ansehen, wie Rosberg nach nur neun Runden seinen Test bereits wieder beenden musste. «Es war auch ein Zeichen vom Team, dass ich als erster rausgefahren bin. Auch wenn der Schuss nach hinten losgegangen ist», sagte Rosberg. «Wir mussten das gesamte System auswechseln», berichtete Brawn über die Probleme an der Hydraulik, die er noch nicht näher erläutern konnte.

Der siebenfache Champion Schumacher 2010 nur auf Gesamtplatz 9, geschlagen im teaminternen Duell vom WM-Siebten Rosberg, MercedesGP nur Vierter in der Team-Wertung - für Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kann die Richtung eigentlich nur nach oben zeigen.

Aufgeregt wie einer der Fans, die unentwegt «Michael, Michael» während der Präsentation riefen, hatte sich Haug zuvor unter die rund 300 Fotografen und Journalisten gemischt und den neuen Mercedes mit höherer Nase und glänzendem Silberlack per Handy fotografiert. «Im Auto stecken Verbesserungen», befand der 58-Jährige. Da waren die Probleme am Wagen noch nicht abzusehen.

Freilich sagt der Defekt ebensowenig wie Vettels erster Testerfolg wenig darüber aus, ob das Weltmeister-Team Red Bull oder Ferrari in diesem Jahr wieder überlegen sind. Trotz der Probleme ist sich Rosberg sicher, dass Mercedes in diesem Jahr zu den «Top Teams» gehört. «Wir werden unsere Ziele erreichen», versicherte auch Haug.

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