Michael Schumacher
Michael Schumacher liegt weiter in der Universitätsklinik von Grenoble im künstlichen Koma. Foto: David Ebener

Michael Schumacher liegt weiter in der Universitätsklinik von Grenoble im künstlichen Koma. Foto: David Ebener

dpa

Michael Schumacher liegt weiter in der Universitätsklinik von Grenoble im künstlichen Koma. Foto: David Ebener

Grenoble (dpa) - Anderthalb Wochen nach Michael Schumachers schwerem Skiunfall wollen die ermittelnden Behörden Mitte der Woche ihre Ergebnisse präsentieren.

Staatsanwalt Patrick Quincy kündigte für Mittwoch die mit großer Spannung erwartete Pressekonferenz zu den dramatischen Ereignissen vom 29. Dezember an, als Formel-1-Rekordweltmeister beim Skifahren in Méribel verunglückt war. Die Pk wurde für 11.00 Uhr im Justizpalast von Albertville angesetzt, sagte Quincy der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Aufschluss über den Unfallhergang dürften Bilder der Helmkamera von Schumacher liefern, die die Familie den Ermittlern freiwillig übergeben hat. Zudem soll es laut dem Magazin «Der Spiegel» ein zufällig gedrehtes Video eines 35 Jahre alten Touristen aus Deutschland geben, das Schumacher bei dem Unfall zeigen könnte. Eine Kopie wurde von der Staatsanwaltschaft angefordert.

Nach einer Woche riesigen Andrangs kehrte vor der renommierten Klinik wieder ein wenig Normalität ein. Nur am Seiteneingang, den Schumachers Familie und seine Freunde meist nutzen, warteten noch immer rund zwei Dutzend Kamerateams.

Vor allem die Frage, wie schnell Schumacher vor seinem Sturz unterwegs war, bewegt die Öffentlichkeit. Der vermeintliche Zeuge mit dem Handy-Video soll gesagt haben, Schumacher sei «gemächlich gefahren». Managerin Kehm hatte unter Hinweis auf Schilderungen von Schumachers Begleitern bei dem Skiausflug ebenfalls bereits berichtet, dass er nicht mit hoher Geschwindigkeit gefahren sei. Bei der Unglücksstelle handelt es sich um einen eher flachen Abschnitt zwischen zwei markierten Pisten.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er einer Person aus seiner Ausflugsgruppe geholfen und anschließend den markierten Bereich des Skigebiets oberhalb von Méribel verlassen. Schumacher verlor nach einem Schwungansatz gegen eine Felsen die Kontrolle und krachte dann mit dem Kopf auf einen Felsen. Er war zunächst mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Moûtiers gebracht worden, von dort wurde er mit seinem schweren Schädel-Hirn-Trauma nach Grenoble geflogen.

Das Video des Touristen könnte zufällig den Sturz dokumentieren. «Der Spiegel» berichtete, dass er nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt mit einem Smartphone seine Freundin gefilmt habe. Im Hintergrund des Films sei leicht verwackelt zu sehen, wie ein Skifahrer in dem nicht präparierten Teil zwischen zwei Pisten über den Schnee gleitet und schließlich zu Fall kommt.

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