Neuer Arbeitgeber?
Nico Hülkenberg soll Ersatz- und Testfahrer für Force India werden.

Nico Hülkenberg soll Ersatz- und Testfahrer für Force India werden.

dpa

Nico Hülkenberg soll Ersatz- und Testfahrer für Force India werden.

Berlin (dpa) - Die bitteren Befürchtungen sind wahr geworden: Nico Hülkenberg muss in der Formel 1 aus der zweiten Reihe wieder neu durchstarten.

Der 23 Jahre alte Pilot aus Emmerich, der sich in der vergangenen Saison in Sao Paulo sensationell die Pole Position für den Großen Preis von Brasilien gesichert hatte, bekam kein Stammcockpit für die kommende Saison. Dafür wird Hülkenberg nach dpa-Informationen als Ersatzfahrer bei Force India im Einsatz sein.

Testpilot statt Stammfahrer - nach nur einem Jahr bekommt Hülkenberg die Härte des Formel-1-Geschäfts zu spüren. Sein Vertrag beim englischen Traditions-Team Williams war nicht verlängert worden, obwohl die Verantwortlichen immer wieder lobende Worte für den Emmericher parat hatten. Dennoch entschied man sich für den Venezolaner Pastor Maldonado, der Medienberichten zufolge einiges an Sponsorengeldern mitbringen soll.

Manager Willi Weber verriet im Schweizer Boulevardblatt «Blick», dass man Hülkenberg eigentlich zu McLaren bringen wollte. Teamchef Martin Whitmarsh habe aber befürchtet, dass man dies als Druckmittel für Ex-Weltmeister Jenson Button hätte auffassen können.

Viele Plätze waren ohnehin nicht mehr frei, schnell avancierte Force India zur gefragten Adresse in der Formel 1. Adrian Sutil einigte sich mit Teammitbesitzer und -chef Vijay Mallya bereits beim Südkorea-Rennen in der vergangenen Saison nach Angaben seines Managers Manfred Zimmermann «grundsätzlich», die Unterzeichnung des Vertrages ist nur noch eine Formsache. Zimmermann geht davon aus, dass «dies in den nächsten Tagen passiert».

Landsmann Hülkenberg musste hingegen nach 19 Rennen in der Formel 1 erstmal einen Rückschlag hinnehmen. Die Tatsache, dass die Teams nur noch beschränkt testen dürfen, macht es nun für ihn nicht einfacher. Allerdings soll «Hulk» bei Force India die Chance erhalten, an den Freitagen der kommenden 20 Rennwochenenden beim Training zum Einsatz zu kommen und so auf sich aufmerksam machen zu können.

Die Rekordzahl von sieben deutschen Formel-1-Piloten wie in den letzten Rennen der vergangenen Saison schrumpft dennoch. Zumal auch die Zukunft von Nick Heidfeld offen ist. Der gebürtige Mönchengladbacher hat nach seinem Intermezzo bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Sauber noch gar keinen neuen Vertrag für 2011.

Als zweiter Force-India-Fahrer soll Spekulationen zufolge Paul di Resta feststehen. Der Schotte empfahl sich als DTM-Champion im Mercedes für das indische Team, das die Motoren im Übrigen vom Stuttgarter Autobauer bekommt. Der Italiener Vitantonio Liuzzi, im vergangenen Jahr zweiter Fahrer neben Sutil, ist raus. Force India wollte sich zu den Spekulationen um die Fahrer für 2011 nicht äußern.

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