Gerüchte um den Weltmeister reißen nicht ab. Dementis in Italien und bei Red Bull.

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Zukunft noch im Ungewissen: Weltmeister Sebastian Vettel.

Zukunft noch im Ungewissen: Weltmeister Sebastian Vettel.

dpa

Zukunft noch im Ungewissen: Weltmeister Sebastian Vettel.

Yeongam. Nach der Rückeroberung der Formel-1-Spitze freute sich Sebastian Vettel auf das eigene Bett – Ferrari und Jäger Fernando Alonso aber gönnen dem Doppelchampion keine Ruhe. Die plötzlich entflammten Spekulationen um einen Wechsel des Weltmeisters zur Scuderia in der übernächsten Saison wirkten wie ein gezieltes Störfeuer im Titel-Zweikampf. Der BBC zufolge sitzt Vettel 2014 im zweiten Ferrari neben Alonso. Offiziell dementierte die Scuderia das Gerücht genauso heftig wie Vettels Red-Bull-Team. „Da ist nichts Wahres dran“, sagte Sprecher Luca Colajanni.

Ein Ferrari-Vertreter soll der BBC die Vettel-Unterschrift „gesteckt haben“

Vettel selbst schwor sein Team auf den Saisonendspurt bis zum 25. November in Sao Paulo ein. „Wir müssen die Dinge jetzt einfach halten und auf uns achten. Wir müssen versuchen, uns die Energie zu bewahren“, forderte der 25-Jährige, der mit seinem dritten Rennsieg in Serie beim Großen Preis von Südkorea vorbei an Alonso mit nun 216 Punkten in Führung liegt. Angeblich soll ein namentlich nicht genannter Ferrari-Vertreter kurz darauf der BBC gesteckt haben, dass Vettel einen Kontrakt bei Ferrari unterschrieben habe. Ein Wechsel sei jedoch abhängig von den Ergebnissen des italienischen Rennstalls in der Saison 2013, in der aller Voraussicht nach Felipe Massa noch einmal Alonsos Teampartner sein wird.

„Das sind Unwahrheiten, die Meldung stimmt schlicht nicht“

Die Spekulationen seien es nicht mal wert, dementiert zu werden, kommentierte Ferrari-Sprecher Colajanni. „Das sind Unwahrheiten, diese Meldung stimmt schlicht und einfach nicht“, pflichtete Red-Bull-Berater Helmut Marko bei. Teamchef Christian Horner sagte am Montag kategorisch: „Ohne den geringsten Zweifel wird er 2014 Teil des Red-Bull-Teams sein.“

Vieles spricht momentan für Vettels Titel-Hattrick. Ferrari hat kaum Zeit, Red Bulls neuen Technik-Vorsprung aufzuholen. Die restlichen vier Rennen finden binnen eines Monats und auf drei verschiedenen Kontinenten statt – eine riesige logistische Herausforderung. Vorteil Vettel.

Vettel wird in Abu Dhabi (4. November) Weltmeister, wenn er in Indien und Abu Dhabi gewinnt und Alonso in beiden Rennen zusammen maximal sechs Punkte holt.

Vettel wird in Austin (18. November) Weltmeister, wenn er in Indien, Abu Dhabi und Texas gewinnt oder er in diesen drei Rennen zusammen 19 Punkte mehr als Alonso holt.

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