Ex-Formel-1-Pilot
Laut Timo Glock wird der Rückstand der kleinen Teams in der Formel 1 immer größer. Foto: Frank Leonhardt

Laut Timo Glock wird der Rückstand der kleinen Teams in der Formel 1 immer größer. Foto: Frank Leonhardt

dpa

Laut Timo Glock wird der Rückstand der kleinen Teams in der Formel 1 immer größer. Foto: Frank Leonhardt

Berlin (dpa) - Die Kluft zwischen den Top-Teams in der Formel 1 und den kleinen Rennställen wird nach Ansicht von Timo Glock immer größer.

«Vor ein paar Jahren waren es ein, zwei Zentimeter, jetzt sind es zehn», meinte der Wersauer, der selbst seinen Vertrag beim Hinterbänkler-Team Marussia jüngst aus finanziellen Gründen aufgelöst hatte und stattdessen für BMW in der DTM fährt. Das britisch-russische Formel-1-Team hatte Glock schlichtweg nicht mehr bezahlen können. «Viele Teams haben Schwierigkeiten», berichtete er in einem Interview der «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

Glock sieht das Problem in der Verteilung der Einnahmegelder. Bis zum zehnten Rang bekommen die Teams einen Anteil der TV-Erlöse, je weiter vorn ein Rennstall steht, umso mehr Geld bekommt ein Team. «Solange dieses Modell in der Formel 1 so weitergeht, wird es für die kleineren Teams immer schwerer, im Rennen zu bleiben», befürchtet Glock. Gerade die Teams, die hinterherfahren, sind auf finanziell starke Partner und Sponsoren angewiesen. Doch engagieren die sich eher bei den Top-Teams. Glock: «In diesem Teufelskreis stecken die Kleinen.»

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