Berlin (dpa) - In der Formel 1 droht ein neuer Streit um die Motoren. «Wenn es die geringste Möglichkeit gibt, den Vierzylinder noch zu kippen, werde ich sie wahrnehmen», sagte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo dem Fachmagazin «auto, motor und sport».

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug brachte zumindest eine Verschiebung der für 2013 geplanten neuen Motorenformel ins Gespräch. «Es wäre besser gewesen, die V8-Phase etwas zu verlängern», sagte Haug.

Der Automobil-Weltverband FIA hatte im Dezember nach längerer Debatte eine Reform bei den Triebwerken beschlossen. Statt 2,4-Liter- Maschinen mit acht Zylindern dürfen nach dem neuen Regelwerk nur noch 1,6-Liter-Motoren mit vier Zylindern die Rennwagen antreiben. Die neuen Motoren sollen deutlich sparsamer sein. «Wir dürfen kostengünstig nicht mit billig verwechseln. Ich kann die Verbrauchsziele der FIA auch mit anderen Motorenkonzepten realisieren», schimpfte di Montezemolo nun.

Der Ferrari-Boss fürchtet offenbar auch um das Image der italienischen Sportwagen-Marke. «Wir werden wegen der Formel 1 keinen Vierzylinder für unsere Straßenautos bauen», versicherte di Montezemolo und meinte: «Vier Zylinder, das klingt für die Königsklasse ein bisschen mickrig. Hätten wir uns nicht auf einen V6- Turbo einigen können?»

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