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Bernie Ecclestone will nun doch keine Motorenreform in der Formel 1. Foto: Valdrin Xhemaj

Bernie Ecclestone will nun doch keine Motorenreform in der Formel 1. Foto: Valdrin Xhemaj

dpa

Bernie Ecclestone will nun doch keine Motorenreform in der Formel 1. Foto: Valdrin Xhemaj

Berlin (dpa) - Die Formel 1 wird Chefvermarkter Bernie Ecclestone zufolge im Jahr 2014 wohl doch keine neuen Motoren einführen. Er erwarte, dass Weltverbandschef Jean Todt auf die umweltfreundlicheren V6-Motoren verzichten werde, sagte Ecclestone der indischen Zeitung «Hindustan Times».

«Ich denke, es ist klug, das loszuwerden und das zu behalten, was wir haben. Das ist viel günstiger», fügte Ecclestone hinzu. Mit dem Verzicht auf eine neue Motorenformel könnten die Teams nach Ansicht des Briten bis zu 30 Prozent Kosten sparen und so in wirtschaftlich schweren Zeiten ihre Existenz sichern.

Auch Ferrari-Präsident Luca di Montezomolo sei zumindest für eine Verschiebung der Motorenrevolution um zwei oder drei Jahre, meinte Ecclestone. «Ich habe mir die Geräusche der neuen und der alten Motoren neulich in Maranello angehört. Sogar Luca di Montezemolo sagte, das hört sich fürchterlich an», erklärte Ecclestone.

Der Formel-1-Boss ist seit jeher Gegner der neuen Motorenformel. Der Weltverband FIA unter dem früheren Präsidenten Max Mosley hatte jedoch auf die Einführung sparsamerer Motoren gedrängt. Die großen Hersteller wie Mercedes und Renault haben bereits mit der Entwicklung der neuen Triebwerke begonnen und auch schon einiges investiert. Daher ist fraglich, ob die Hersteller bereit sind, jetzt doch noch auf die Einführung der neuen V6-Motoren zu verzichten. Gerade Mercedes erhofft sich durch die radikale Reform erhöhte Titelchancen.

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