Prof. Stephan Chabardes leitete in Grenoble die erste Operation bei Michael Schumacher. Foto: Yoan Valat
Prof. Stephan Chabardes leitete in Grenoble die erste Operation bei Michael Schumacher. Foto: Yoan Valat

Prof. Stephan Chabardes leitete in Grenoble die erste Operation bei Michael Schumacher. Foto: Yoan Valat

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Prof. Stephan Chabardes leitete in Grenoble die erste Operation bei Michael Schumacher. Foto: Yoan Valat

Grenoble (dpa) - Die medizinische Versorgung von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher im Universitätskrankenhaus von Grenoble liegt in der Verantwortung eines Teams anerkannter Ärzte. Die wichtigsten Mitglieder in diesem Team:

Prof. StephanChabardes: Nach seiner Einlieferung in Grenoble am Sonntag musste Michael Schumacher notoperiert werden. Bei diesem Eingriff hatte der 46 Jahre alte Chabardes die Verantwortung im Operationssaal. Chabardes ist seit 13 Jahren Neuro-Chirurg und außerdem Facharzt für funktionelle Neurochirurgie. Mit seiner medizinischen Arbeit forscht er zudem über Grundlagen der Hirnstimulation. Chabardes zur Lage Schumachers: «Es wird alles unternommen, um den Druck im Gehirn nicht ansteigen zu lassen.»

Prof. Emmanuel Gay: Der 51 Jahre alte Gay hatte Schumacher bei der zweiten wichtigen Operation am Montagabend unter dem Messer. Dabei entfernte er Schumacher gemeinsam mit seinem Team ein Hämatom aus der linken Hirnhälfte. Gay ist seit 20 Jahren Neurochirurg und gilt als erfahren. Besonders spezialisiert ist er auf die Neurochirurgie bei Hirntumoren. Gay leitet die Abteilungen für Neurochirurgie des Universitätsklinikums in Grenoble und des Krankenzentrums der Region Annecy. Gay zur unerwarteten Chance für die zweite Operation: «Wir waren selbst überrascht.»

Prof. Jean-FrancoisPayen: Der 56 Jahre alte Payen leitet in Grenoble als Chefarzt die für Schumacher entscheidende Abteilung für Anästhesie und Reanimation. Er schildert auch bei den Informationen über Schumachers Gesundheitszustand die meisten Details. Wissenschaftlich befasst sich Payen vor allem mit der Erforschung von Hirntraumata. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern von Trenau, einem Verbund von Wissenschaftlern, die sich mit Traumata beschäftigen. Payen zu Schumachers Perspektive: «Es liegt noch ein langer Weg vor ihm.»

GérardSaillant: Der Gründer und Präsident eines Gehirn-Instituts kennt Schumacher als Mediziner und Freund schon lange sehr gut. Saillant hat den Ex-Formel-1-Piloten nach dessen Rennunfall 1999 in Silverstone operiert. Der 68-Jährige war früher Chef der Unfallchirurgie im Pariser Krankenhaus Pitié-Salpêtrière. In Grenoble gehört er offiziell nicht zum Ärzteteam, steht aber als medizinischer Berater zur Verfügung. Saillant zum Einsatz der Ärzte: «Wir wollen diese Schlacht gewinnen.»

Jacqueline Hubert: Als Generaldirektorin des Centre Hospitalier Universitaire (CHU) de Grenoble hat Hubert das Sagen in der Klinik. Seit Januar 2013 ist sie Chefin des renommierten Universitätskrankenhauses in der französischen Stadt. Schon zuvor war Hubert in mehreren Kliniken des Landes in führenden Positionen tätig. Zwischen 1990 und 2005 war sie an der Uni-Klinik in Rennes unter anderem für klinische Forschung oder Finanzmanagement zuständig. Später leitete sie bis 2010 die Klinik Jules Verne in Nantes. Von 2010 bis zu ihrem Wechsel nach Grenoble war sie Chefin von sechs Kliniken in der Region Pay de la Loire. Hubert nach der zweiten erfolgreichen Operation Schumachers: «Wir haben etwas Zeit gewonnen.»

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