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Teamchef Stefano Domenicali (l) steht mit den beiden Ferrari-Piloten auf der Bühne.

Teamchef Stefano Domenicali (l) steht mit den beiden Ferrari-Piloten auf der Bühne.

Ferrari-Pilot Fernando Alonso hat sich bei der Enthüllung auf ein Vorderrad gesetzt.

Luca Cordero di Montezemolo hält bei der Enthüllung des neuen Rennwagens eine Ansprache.

Fernando Alonso (r) und Felipe Massa bilden wieder das Ferrari-Pilotenteam.

Auf dem Asphalt macht der Ferrari mit Fernando Alonso am Steuer eine gute Figur.

Bei der Gestaltung des Hecks haben sich die Ferrari-Designer mit den italienischen Farben besonders viel Mühe gegeben.

Die Formel-1-Piloten Fernando Alonso (l) und Felipe Massa enthüllen den F150.

dpa, Bild 1 von 7

Teamchef Stefano Domenicali (l) steht mit den beiden Ferrari-Piloten auf der Bühne.

Maranello (dpa) - Italien-Flagge statt weißer Fahne: Ferrari hat mit einem Tribut an die Heimat der Konkurrenz den Kampf angesagt. «Dieses Jahr müssen wir gewinnen», sagte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bei der Präsentation der «Roten Göttin» am Firmensitz in Maranello.

Geht es nach der Scuderia, sollen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel & Co in der kommenden Saison nur die grün-weiß-roten Farben Italiens auf dem Heckflügel des neuen F150 zu sehen bekommen.

Väterlich nahm der Ferrari-Chef seine Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa beim abschließenden Foto in die Arme. Zuvor hatten seine fahrenden Angestellten um 10.07 Uhr den neuen Wagen fast schon ehrfürchtig vom glänzenden und ferrariroten Tuch befreit. «Ich hoffe, es ist so stark wie es schön ist», meinte Alonso, der wie sein Rennstallrivale künftig etwas höher sitzen wird. Auch die Nase trägt der F150 höher als das Modell aus dem vergangenen Jahr.

Bis zum Saisonauftakt versprach Teamchef Stefano Domenicali weitere Veränderungen. Berücksichtigen mussten die Ingenieure um Designer Nicolas Tombazis den neuerdings verstellbaren Heckflügel sowie das im Vorjahr aus den Autos verbannte Energierückgewinnunssystem KERS. Hinzu kommen die neuen Reifen des Formel-1-Rückkehrers Pirelli. Auch für die Fahrer sind das einige Unbekannte. «Wir müssen eine Menge lernen», befürchtet Alonso.

Nachdem er 2010 im letzten Rennen den Titel noch an Vettel hatte abgeben müssen, will er die neue Saison zumindest beginnen wie die vorherige: Mit einem Sieg. «Ich bin absolut motiviert und auch aufgeregt», sagte der Champion von 2005 und 2006, der in sein zweites Jahr bei der Marke mit dem springenden Pferd geht. «Ich denke, es wird einfacher für mich sein, mich nun an das neue Auto zu gewöhnen», sagte er, ehe es am Nachmittag auf die firmeneigene Strecke zur ersten Ausfahrt mit dem neuen Auto gehen sollte.

Titelverteidiger Vettel hat Alonso jetzt freilich schon auf der Rechnung. «Mit Sicherheit wird Fernando wieder sehr stark sein, aber auch McLaren und Mercedes sollte man nicht vergessen! Ich glaube, es wird sehr eng und es wird nicht einen, sondern mehrere Kandidaten geben», sagte er in einem dpa-Interview.

Im dunklen Anzug mit Ferrari-Krawatte huldigte Domenicali dem neusten Machwerk der Ferrari-Designer und -Mechaniker. Bei allem Pathos mit dem Tribut an 150 Jahre geeintes Italien im Namen des neuen Autos, den Landesfarben auf dem Heckflügel und den drei kleinen Flaggen an der Seite, weiß aber auch er: «Wir haben den F150 mit einem ganz einfachen Ziel entwickelt, wir müssen es nur erreichen.»

Massa, der im ersten Jahr mit Alpha-Tier Alonso kaum einen Bissen abbekam, formulierte es so: «Du hast immer Druck, wenn du für Ferrari fährst.» Von vornherein will sich der Brasilianer, der einst bei Rekordchampion Michael Schumacher zu gemeinsamen Ferrari-Zeiten in die Lehre gegangen war, aber nicht geschlagen geben: «Ich bin nicht hier, um Rennen zu fahren. Ich bin hier, um zu siegen.»

In Sachen Präsentation sicherte sich die Scuderia rund anderthalb Monate vor dem ersten Rennen am 13. März in Bahrain jedenfalls schon mal die Pole Position. Vettel wird seinen RB7 von Red Bull erst am 1. Februar vorstellen, Schumacher und Nico Rosberg rollen den neuen Mercedes MGP W02 Minuten später zum Auftakt der offiziellen Testfahrten in Valencia aus der Garage.

McLaren-Mercedes gibt sich sogar noch ein paar Tage mehr: Die Briten präsentieren ihren Boliden am 4. Februar in Berlin. Diese Teams hat Domenicali auf jeden Fall auf der Rechnung, «aber auch einige andere Teams, die gefährliche Außenseiter sind. Und vergessen wir nicht die großartigen Fahrer - es gibt mehrere Weltmeister im Feld. Es wird eine sehr heiße Weltmeisterschaft». Mal sehen, wer am ersten Adventswochenende die Fahnen hochhält.

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