Titelaspirant
Fernando Alonso beim Ferrari-Meeting in Madonna di Campiglio.

Fernando Alonso beim Ferrari-Meeting in Madonna di Campiglio.

dpa

Fernando Alonso beim Ferrari-Meeting in Madonna di Campiglio.

Madonna di Campiglio (dpa) - Warnschuss für Sebastian Vettel: Ferrari-Star Fernando Alonso rechnet im neuen Formel-1- Titelkampf mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher als «gefährlichstem» Rivalen.

«Er ist immer noch ein Champion, und wenn das Auto gut ist, wird er ein Herausforderer sein, den wir fürchten werden», sagte Vize-Weltmeister Alonso bei den Ferrari-Medientagen im noblen Ski-Ort Madonna di Campiglio. Neben Mercedes und Schumacher seien aber erneut auch das Red-Bull-Team von Titelverteidiger Vettel und McLaren die großen Konkurrenten im WM-Kampf.

Diesmal allerdings will Ferrari alles besser machen als in der bitteren Vorsaison, als die Scuderia und Alonso beim Finale in Abu Dhabi tölpelhaft noch den scheinbar sicheren Fahrertriumph verspielten. «Unser Ziel ist es, beide Titel zu gewinnen, ganz klar», betonte Teamchef Stefano Domenicali. «Wir müssen von Anfang an konkurrenzfähig sein und einfach besser als im vergangenen Jahr», forderte der Italiener.

Die Fahrer-Konstellation spricht knapp zwei Monate vor dem Saison- Auftakt in Bahrain für ein ähnlich spannendes WM-Rennen wie im Vorjahr. Gleich fünf Piloten haben bereits Weltmeister-Ehren eingefahren. Neben Schumacher, dem zweifachen Champion Alonso und Vorjahressieger Vettel sind auch die Briten Lewis Hamilton (2008) und Jenson Button (2009) heiß auf den nächsten Triumph.

Auch deshalb erstaunte Alonsos Tipp auf Schumacher, der in seiner Comeback-Saison mit dem schwächelnden Silberpfeil nur WM-Neunter geworden war. «Es war eine schwierige Saison 2010 für ihn, mit dem Auto, dem neuen Fahrstil und alles anderem komplett Neuem in der Formel 1. Aber ich würde zum jetzigen Zeitpunkt Michael nennen, weil er sieben Mal Champion war und nichts mehr beweisen muss», erklärte der Spanier.

Am liebsten aber wäre Alonso ein stallinternes Titelduell mit Kollege Felipe Massa. «Das wären wundervolle Neuigkeiten für uns», meinte der 29-Jährige. Mit einem Umbau im Team-Management und neuen Zuständigkeiten an der Strecke will der Traditionsrennstall ein neuerliches strategisches Desaster wie im WM-Finale 2010 verhindern.

Ob Massa allerdings in diesem Jahr den erhofften Beitrag zur Jagd auf die beiden WM-Kronen leisten kann, erscheint nach einer schwachen Vorsaison ungewiss. Er spüre den Druck, bekannte der Brasilianer, der seit zwei Jahren auf einen Rennsieg wartet und möglicherweise schon bald um sein Cockpit bangen muss. Doch der 29-Jährige beteuerte: «Ich weiß, dass ich einen guten Job machen kann, und wenn ich das Auto fahre, wie ich will, werde ich da sein.»

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