Schweiz. FIFA-Chefermittler Michael Garcia hat sich dafür ausgesprochen, seinen Untersuchungsbericht zu Korruptionsvorwürfen bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu veröffentlichen. „Ich finde, dass es jetzt notwendig für das FIFA-Exekutivkomitee ist, eine angemessene Veröffentlichung des Berichts zu autorisieren“, forderte Garcia in einem Statement. Für eine Publizierung hatte sich am Vortag auch der ehemalige Reformbeauftragte der FIFA, Mark Pieth, eingesetzt. „Es ist unheimlich wichtig, dass die FIFA jetzt Vertrauen schafft. Deshalb braucht es Transparenz“, wurde der Schweizer zitiert.

Vor knapp drei Wochen hatte Garcia das 350-seitige Dokument der Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission an die rechtsprechende Kammer übergeben. Diese Kammer mit dem Vorsitzenden Joachim Eckert muss über die Erkenntnisse, eine mögliche Veröffentlichung und Konsequenzen entscheiden. Unklar war geblieben, ob Garcia nach der einjährigen Untersuchung die Vergabe der WM an Russland (2018) oder Katar (2022) infrage stellt. Vor allem der englische Verband hatte gefordert, den Inhalt offenzulegen. dpa

 

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