Karlsruhe holt einen Punkt bei spielerisch limitierten Kölnern.

Karlsruhes Giovanni Federico vergab den möglichen Sieg. (dpa)
Karlsruhes Giovanni Federico vergab den möglichen Sieg. (dpa)

Karlsruhes Giovanni Federico vergab den möglichen Sieg. (dpa)

Karlsruhes Giovanni Federico vergab den möglichen Sieg. (dpa)

Köln. Im Abstiegskampf ist man nicht zimperlich. Vielleicht hatte Giovanni Federico das über seine Zeit bei Borussia Dortmund schon wieder vergessen. Nach dem 0:0 des Karlsruher SC beim 1. FC Köln, bei seinem ehemaligen Verein, in seiner Stadt, äußerte Federico den Wunsch, den Abend in der Domstadt verbringen zu dürfen. Aber dafür brachte Ede Becker keinen Willen auf. "In unserer Phase ist es wichtig, dass er regeneriert und morgen mit uns ausläuft."

Becker lächelte dabei, er war überhaupt gut drauf. Auf drei KSC-Punkte gegen Hamburg war deren einer gegen Köln gefolgt. Das lässt sich gut an, die Politik der kleinen Schritte ist dem Trainer durchaus sympathisch. "In der Hinrunde hätten wir das gebrauchen können", sagte Becker, und der Kölner Trainer Christoph Daum wusste sehr genau, wovon Becker sprach. Köln punktet auch in der Rückrunde konstant, Daum stellte das nach vier Heimspielen in Folge ohne Sieg übertrieben deutlich heraus ("Wir sind immer noch ungeschlagen"), aber zufrieden mit dem dritten Remis der Rückrunde waren in Köln nicht viele. Was an der Erkenntnis des Spiels lag: Ohne einen starken Petit, der dem Mittelfeldspiel der Kölner in der Hinrunde des öfteren Struktur gab, hat der FC in diesem Mannschaftsteil rein gar nichts aufzubieten, mit dem sich die zentrale Zone spielerisch überbrücken lässt. Und Petit wirkte seltsam erschöpft. Ehret und Vucicevic waren wie alle stets bemüht, aber spielstarke Momente sind von ihnen nicht zu erwarten. So droschen die Kölner, die am Sonntag die Verpflichtung von KSC-Spieler Sebastian Freis vermeldeten, den Ball oft weit nach vorn, um das Mittelfeld auszulassen. Was hin und wieder Gefahr heraufbeschwört, für dauerhaften Erfolg aber keine Basis ist.

Daum sieht das wohl, aber er hat sich arrangiert mit den Möglichkeiten seines Personals. "Wir müssen auch mal zufrieden sein", sagte er und war es tatsächlich. Federico hatte schließlich den Karlsruher Siegtreffer auf dem Fuß. Wohl auch deshalb reiste er schon am Abend heim - gen Karlsruhe.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer