Markus Rehm
Der unterschenkelamputierte Markus Rehm strebt einen Start bei größeren Wettkämpfen der Nichtbehinderten an. Foto: Rainer Jensen

Der unterschenkelamputierte Markus Rehm strebt einen Start bei größeren Wettkämpfen der Nichtbehinderten an. Foto: Rainer Jensen

dpa

Der unterschenkelamputierte Markus Rehm strebt einen Start bei größeren Wettkämpfen der Nichtbehinderten an. Foto: Rainer Jensen

Schwerin (dpa) - Im Kampf um einen Start von Paralympics-Sieger Markus Rehm bei den Olympischen Spielen 2016 hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) die Sprachlosigkeit des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) und dessen Präsidenten Sebastian Coe kritisiert.

«Es ist für uns schwer begreiflich und ein weiteres bedenkliches Signal, dass so ein großer Verband wie die IAAF offensichtlich nicht in der Lage zu sein scheint, innerhalb von mehr als zehn Wochen eine Auskunft zu unserem Anliegen zu geben», heißt es in einer Mitteilung des DBS vom Donnerstag.

Der DBS und der 27 Jahre alte unterschenkelamputierte Prothesen-Weitspringer hatten sich im Dezember des vergangenen Jahres an die IAAF gewandt und Anfang dieses Monats erneut schriftlich eine Reaktion erbeten. Sie erhoffen sich konkrete Aussagen über die Regeländerung des Weltverbandes IAAF, die im vergangenen August kurz vor Coes Wahl zum Präsidenten beschlossen wurde.

Rehm muss demnach nachweisen, dass seine Prothese ihm keinen Vorteil bringt - ein Start bei größeren Wettkämpfen der Nichtbehinderten ist damit quasi ausgeschlossen. Rehm strebt laut Verbandsmitteilung auch ohne die IAAF-Angaben selbst ein umfassendes Gutachten an.

«Wir arbeiten intensiv daran, international renommierte Institute zusammenzubekommen», sagte der Weltrekordler. «Sollte das Resultat sein, dass ich keinen Vorteil besitze, gehe ich davon aus, dass die IAAF dieses Ergebnis dann auch anerkennt. Im anderen Fall akzeptiere ich es natürlich ebenso.»

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