Stau
Während der Olympischen Spiele werden in London auch die Busse nur langsam vorankommen. Foto: Horacio Villalobos

Während der Olympischen Spiele werden in London auch die Busse nur langsam vorankommen. Foto: Horacio Villalobos

dpa

Während der Olympischen Spiele werden in London auch die Busse nur langsam vorankommen. Foto: Horacio Villalobos

London (dpa) - Den Olympischen Spielen in London vom 27. Juli bis 13. August droht nach Untersuchungen von Experten gleich zu Beginn ein Verkehrschaos.

Die Staus in der ohnehin häufig verstopften Stadt werden während der Spiele um ein Drittel zunehmen, heißt es in einem Bericht des Verkehrssysteme-Anbieters Inrix. Auf den Hauptstraßen werde die durchschnittliche Geschwindigkeit nur rund zwölf Meilen (19,3 Kilometer pro Stunde) betragen. An den ersten drei Tagen der Spiele soll es am schlimmsten werden.

Transport for London, der Nahverkehrsanbieter in der Olympiastadt, wies die Vorwürfe zurück. Die von Inrix vorgelegten Ergebnisse seien nicht fundiert und basierten auf «falschen Annahmen».

Inrix hatte zugrunde gelegt, dass der Start der Olympischen Spiele mit einem der Haupt-Reisewochenenden in Großbritannien kollidiert. Kurz nach dem Start der Wettbewerbe sei das Straßen-Radrennen der Männer angesetzt, bei dem wichtige Teile der Stadt für den Straßenverkehr gesperrt werden müssen.

Bei einem Testwettbewerb sei es bereits zum Chaos in London gekommen. Fahrten, für die normalerweise nur wenige Minuten nötig sind, dauerten Stunden. Manche Autofahrer mussten ihre Autos sogar stehen lassen.

Der Transport gilt seit langem als mögliche Achillesferse der Spiele. Die mehr als 100 Jahre alte Londoner U-Bahn arbeitet im Alltag bereits über ihrer Kapazitätsgrenze. Ein modernes Netz an leistungsfähigen Ring- und Ausfallstraßen existiert in London nicht.

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