Ottawa (dpa) - Schon vor ihrem letzten Auftritt bei der WM zogen die deutschen Eishockey-Nationalspielerinnen eine Erfolgsbilanz. Das knappe Viertelfinal-Aus gegen Finnland konnte der DEB-Auswahl nicht die Laune verderben, mit einem Sieg gegen die Schweiz ist noch Platz fünf möglich.

Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) lobte noch vor dem Abschlussmatch überschwänglich «mannschaftliche Geschlossenheit, den Einsatz und die gezeigte Leidenschaft» des Teams von Bundestrainer Peter Kathan.

Mehr als achtbar hatten sich die DEB-Frauen am Samstag in Ottawa beim 0:1 gegen den Turnier-Mitfavoriten Finnland im Viertelfinale aus der Affäre gezogen. «Ich muss der Mannschaft gratulieren, das Spiel gegen den Weltranglistendritten Finnland so lange offen gestaltet zu haben», sagte Coach Kathan.

Das vor der WM in Ottawa ausgegebene Ziel wurde erreicht: Der Erhalt der A-Klasse. Somit ist das Nationalteam auch bei der kommenden Weltmeisterschaft 2015 dabei.

Neben der Qualifikation für Olympia 2014 in Sotschi verbuchte das Frauen-Team den zweiten großen Erfolg in diesem Jahr. Und das, obwohl die Mannschaft mit zwei Niederlagen (0:4 gegen Russland und 2:3 nach Verlängerung gegen Schweden) ins Turnier gestartet war. Doch die eigene Stärke und die Schützenhilfe der Russinnen brachten den Finalrundeneinzug.

Für Kerstin Spielberger, die jüngste Spielerin im DEB-Kader, bedeutete die WM im Mutterland des Eishockeys einen Höhepunkt in ihrer bisherigen Karriere. «In die Finalrunde zu kommen und dann noch in dieser tollen Halle spielen zu dürfen, ist eine große Ehre für uns», sagte die Stürmerin des EHC Klostersee.

Auch Spitzenfunktionär Reindl, der die Mannschaft vor Ort unterstützte, freute sich über das Abschneiden des Teams. «Die Frauen-Nationalmannschaft zeigte bislang eine starke Leistung in jedem Spiel und besonders gegen Tschechien», meinte Reindl. Gegen die Osteuropäerinnen gelang dem DEB-Team in der Vorrunde ein beeindruckender 6:3-Sieg. Gegen die Schweizerinnen, die ihr Viertelfinale 1:2 gegen Russland verloren, soll nun ein passender Abschluss einer gelungenen WM her.

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