Titelträger
Dynamo-Kapitän Juri Babenko (l) stemmt mit einem Kollegen den Cup in die Höhe. Foto: Alexey Filippov

Dynamo-Kapitän Juri Babenko (l) stemmt mit einem Kollegen den Cup in die Höhe. Foto: Alexey Filippov

dpa

Dynamo-Kapitän Juri Babenko (l) stemmt mit einem Kollegen den Cup in die Höhe. Foto: Alexey Filippov

Moskau (dpa) - Außenseiter Dynamo Moskau ist russischer Eishockey-Meister. Dank eines 1:0-Erfolges im entscheidenden fünften Playoff-Finale bei Awangard Omsk feierten die Hauptstädter ihren ersten Titel in der Kontinentalen Hockeyliga KHL.

Das entscheidende Tor gegen den sibirischen Club erzielte vor rund 10 000 Zuschauern der Tscheche Jakub Klepis (53.). Nach der Schlusssirene nahm Dynamo-Trainer Oleg Snarok, der früher beim EHC Freiburg spielte und einen deutschen Pass besitzt, den riesigen Juri-Gagarin-Pokal in Empfang. Dynamo hatte auf dem Weg zum Titel unter anderem den KHL-Favoriten SKA St. Petersburg mit 4:0 Siegen aus dem Weg geräumt.

Die russische Presse hatte immer wieder das offensive «Hurra-Hockey» des neuen Meisters gelobt, der zum Beispiel St. Petersburg mit 6:1 und Omsk mit 5:2 nach Hause geschickt hatte. Als Stars der Mannschaft gelten der zweifache Weltmeister Alexander Jerjomenko (32) im Tor sowie Stürmer Michail Anissin (24). Dynamo war während der Sowjetzeit dem Innenministerium unterstellt und ist auch heute noch dieser Behörde organisatorisch sehr eng verbunden.

Mit dem Titelgewinn für Moskau endet eine KHL-Saison, die mit einer Katastrophe begonnen hatte. Vor dem ersten Spiel war am 7. September 2011 die gesamte Mannschaft von Lokomotive Jaroslawl, darunter der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Bei dem Unfall starben insgesamt 44 Menschen. Mehrere Clubs hatten Lokomotive daraufhin Unterstützung zugesichert und Jugendspieler nach Jaroslawl delegiert. Die KHL sicherte dem Verein für die kommende Saison einen Startplatz zu.

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