Gästejubel
Die Adler Mannheim kassierten die erste Heimniedelage dieser Saison. Foto: Ronald Wittek

Die Adler Mannheim kassierten die erste Heimniedelage dieser Saison. Foto: Ronald Wittek

dpa

Die Adler Mannheim kassierten die erste Heimniedelage dieser Saison. Foto: Ronald Wittek

Mannheim (dpa) - Tabellenführer Adler Mannheim hat sich am 18. Spieltag der DEL zu Hause erstmals eine Schwäche erlaubt. Im Topspiel gegen Meister ERC Ingolstadt musste sich Mannheim 2:4 geschlagen geben. In zuvor neun Heimspielen hatte der Titel-Mitfavorit noch keinen Punkt abgegeben.

Trotz der Pleite bleibt der sechsmalige deutsche Eishockey-Meister Tabellenführer und behielt auch seinen Vorsprung von fünf Punkten auf den EHC München, der den Ausrutscher der Mannheimer nicht ausnutzen konnte. Den Hamburg Freezers unterlagen die Münchner ebenfalls in eigener Halle 0:3.

Der Krisen-Club Kölner Haie - vor der Saison als Titelaspirant gehandelt - entschied das Duell der Teams am Tabellenende für sich. Beim Schlusslicht Straubing Tigers setzten sich die Rheinländer knapp mit 2:0 durch, der zweite Treffer durch Alexander Weiß fiel erst in der Schlussminute. Trotz des fünften Erfolgs hängen die Kölner mit lediglich 16 Punkten weiterhin auf dem 13. und vorletzten Tabellenplatz fest. Die bislang ebenfalls enttäuschenden Eisbären Berlin, die vor der Länderspielpause viermal nacheinander verloren hatten, rangen unterdessen Wolfsburg 1:0 nieder und feierten den zweiten knappen Erfolg des Wochenendes.

Mannheim übte vor 11 376 Zuschauern zwar viel Druck auf das gegnerische Tor aus, ein Schussverhältnis von 43:23 drückte die Überlegenheit aus. Doch ein starker Nationaltorhüter Timo Pielmeier aufseiten der Ingolstädter ließ nur die Treffer von Matthias Plachta (30.) zum zwischenzeitlichen 1:2 und Daniel Richmond (54.) zum 2:3 zu. Ingolstadts Jean-Francois Boucher sorgte gut eine Minute vor Schluss mit seinem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung.

In Berlin dauerte es nur 25 Sekunden, bis vor 12 960 Zuschauern der erste und einzige Treffer fiel. Antti Miettinen erzielte mit einem Alleingang die Eisbären-Führung - und letztendlich die Entscheidung. «Wir haben heute einen großen Kampf geliefert», lobte Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson, der nach dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf des DEL-Rekordmeisters unter Druck steht.

Berlins Verteidiger Frank Hördler (20.) und Wolfsburgs Tyson Mulock (34.) bekamen nach Fouls Spieldauerdisziplinarstrafen. Eisbären-Stürmer Petr Pohl, mit drei Treffern am Freitag noch Matchwinner in Hamburg, blieb diesmal erfolglos.

Den Hanseaten gelang nach der Heimniederlage vom Freitag die schnelle Wiedergutmachung. Morten Madsen (16.), Kevin Clark (22.) mit seinem 15. Saisontreffer sowie Nationalstürmer Thomas Oppenheimer kurz vor dem Ende bescherten den Hamburgern den Erfolg.

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