Unterlegen
Trainer Harold Kreis verlor mit seinen Mannheimern gegen Krefeld. Foto: David Ebener

Trainer Harold Kreis verlor mit seinen Mannheimern gegen Krefeld. Foto: David Ebener

dpa

Trainer Harold Kreis verlor mit seinen Mannheimern gegen Krefeld. Foto: David Ebener

Berlin (dpa) - Die Krefeld Pinguine haben sich schon wieder als Spielverderber in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erwiesen. Die Mannschaft von Trainer Rick Adduono verhinderte durch einen überraschenden 3:1-Sieg bei den Adler Mannheim die Rückkehr der Kurpfälzer an die Tabellenspitze.

Profiteure waren ausgerechnet die Eisbären Berlin, die ihrerseits auch schon unerfreuliche Erfahrungen mit den Krefeldern gesammelt hatten. Vor Jahresfrist hatten die Pinguine einen Saisonrekord mit acht Siegen des deutschen Meisters in Serie verhindert.

Diesmal erwischte es die Adler. «Wir hatten uns nach der 1:4-Niederlage in Nürnberg viel vorgenommen», meinte Trainer Harold Kreis: «Es war aber auch heute sehr frustrierend, wie wir gegen die beste Unterzahlmannschaft der Liga erfolglos geblieben sind». Der Adler-Coach spielte vor allem auf die fünfminütige Überzahl seines Teams nach einer Strafe gegen Krefelds Roland Verwey an, der wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte.

Eine Woche vor dem Gipfeltreffen in Mannheim waren die Hausherren durch Richard Pavlikovskys Doppelschlag in Rückstand geraten. Mehr als ein Anschlusstreffer war für die Mannheimer vor 12 086 Zuschauern nicht mehr drin. In der Tabelle liegen sie mit 66 Punkten einen Zähler hinter Berlin. Näher an die Mannheimer rückte zudem Ingolstadt mit nunmehr 63 Punkten ran. Allerdings musste der ERC beim 4:3-Heimsieg gegen Schlusslicht Nürnberg ins Penaltyschießen.

Die spielfreien Eisbären hatten am Freitag durch einen 3:2-Erfolg über die Augsburger Panther die Führung erobert. Der Titelverteidiger übernahm damit erstmals seit dem ersten Spieltag den ersten Platz in der DEL. Den entscheidenden Treffer hatte Berlins Routinier Sven Felski erzielt.

Aufatmen herrschte aber vor allem beim Favoritenschreck aus Krefeld. «Nach der Freitagsniederlage gegen Düsseldorf hatten wir alle viel Druck. Es war gut zu sehen, wie die Mannschaft damit umging», sagte Krefeld-Coach Adduono. «In Mannheim zu bestehen ist etwas besonderes», meinte er: «Wir hoffen, den Negativtrend nun gestoppt zu haben.»

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