Rückkehrer
Denis Pederson bei der Meisterfeier 2009. Foto: Soeren Stache

Denis Pederson bei der Meisterfeier 2009. Foto: Soeren Stache

dpa

Denis Pederson bei der Meisterfeier 2009. Foto: Soeren Stache

Berlin (dpa) - Die qualvollen 312 Tage Pause, die Gedanken an ein Karriereende - alles das soll für Denis Pederson nun vorbei sein. Erstmals seit über zehn Monaten bestreitet der Mittelstürmer der Berliner Eisbären wieder ein Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga - das 411. für den Kanadier.

«Schön, dass ich endlich wieder spielen kann. Es war eine lange und harte Zeit für mich», erklärte Pederson vor seinem Comeback gegen die Augsburger Panther.

Dass Meister Eisbären in diesem Spiel in eigener Halle mit einem Sieg und Nürnberger Schützenhilfe erstmals seit dem ersten Spieltag wieder auf Tabellenplatz eins springen könnte, ist fast so nebensächlich wie die Tatsache, dass Gegner Augsburg seit Februar 2011 nur in einem einzigen Auswärtsspiel drei Punkte gewinnen konnte. Denn nicht wenige Experten, darunter selbst die Ärzte, hatten sich zwischenzeitlich eine Rückkehr des 36-jährigen Pederson auf die Eisfläche kaum vorstellen können.

Am 27. Februar des vergangenen Jahres riss sich der Kanadier nach einem bösen Foul von Straubings Michael Bakos das hintere Kreuzband im rechten Knie. Die Laufbahn des ehemaligen NHL-Profis und «DEL-Mittelstürmers des Jahres 2010» hing am seidenen Faden. Doch der fünffache Berliner Meisterspieler gab nicht auf. «Ich habe niemals daran gedacht, meine Karriere zu beenden», blickte Pederson auf seine Leidenszeit zurück. Sein Wille war stark: «Ich wollte unbedingt wieder spielen, denn Eishockey ist mein Leben.»

Am Freitag wird Pederson nach verbissenem Kampf in der Reha, die auch mit einigen Rückschlägen verbunden war, wieder in sein Leben eintauchen. Dass man in seinem 411. DEL-Spiel sowie in den darauffolgenden keine Wunderdinge von ihm erwarten kann, versteht sich. «Wichtig ist, dass Denis wieder das Gefühl fürs Spiel entwickelt und für die nächsten Spiele an Selbstvertrauen gewinnt», bemerkte Trainer Don Jackson und warnte vor einer übertriebenen Erwartungshaltung.

Trotz der Rückkehr von Pederson verbessert sich die personell angespannte Situation bei den Eisbären kaum. Zwar wird Stürmer Mads Christensen (Fingerbruch) nach ersten Trainingsübungen auf dem Eis für Mitte Januar zurückerwartet. Doch für die Partie gegen die Panther werden Nicholas Angell (Hüftprellung) und Constantin Braun (Gehirnerschütterung) zusätzlich nicht zur Verfügung stehen. Auf unbestimmte Zeit weiter nicht dabei sind Stefan Ustorf (Gehirnerschütterung) und Dominik Bielke (Kreuzbandriss).

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