Berlin (dpa) - Die Eisbären Berlin haben in einem vorgezogenen Spiel der Deutschen Eishockey Liga den Tabellenführer Kölner Haie niedergerungen. Vor 11 800 Zuschauern setzte sich der Titelverteidiger in der Verlängerung 5:4 (2:1, 0:0, 2:3/1:0) gegen den Vizemeister durch.

Schlusslicht Düsseldorfer EG besiegte den EHC München 2:1 (0:1,0:0,2:0). Nur zwei Tage nach seiner schweren Kehlkopfverletzung kehrte Robert Goepfert ins Tor des achtmaligen deutschen Eishockey-Meisters Düsseldorf zurück.

Der Tabellenführer aus der Domstadt stellte in Berlin das läuferisch stärkere Team mit der weitaus besseren Spielanlage. Nach turbulentem Spielverlauf und wechselnder Führung sorgte Berlins Shawn Lalonde (53. Minute) zunächst für die Punkteteilung zwischen den beiden Vorjahresfinalisten. Der überragende Verteidiger (61.) war es zudem, der in der Verlängerung mit dem dritten Powerplaytreffer den Zusatzpunkt für den Meister sicherstellte. Den Düsseldorfer Siegtreffer gegen München erzielte Alexander Preibisch in der 54. Minute.

Bei seiner Rückkehr ins Tor wurde der US-Amerikaner Goepfert von den DEG-Fans mit großem Applaus bedacht. Er spielte im Duell gegen München mit einer Spezialmanschette. «Es ging wieder sehr gut, ich habe versucht die Verletzung und alle Emotionen, die daran hängen, auszublenden», sagte Göpfert. Auf der Ehrenrunde vor den Fans legte er auf dem Eis eine Tanzeinlage hin.

Goepfert hatte nach einem Schlagschuss an seinen Kehlkopf in der Partie am Sonntag gegen die Kölner Haie (2:3) kurze Zeit in Lebensgefahr geschwebt. Schnelles Eingreifen von Ärzten hatte eine lebensbedrohende Schwellung verhindert.

Köln bleibt mit 53 Zählern Tabellenführer vor den Hamburg Freezers (51). München ist Achter vor Berlin (beide 39), die DEG rangiert mit 24 Punkten weiter am Tabellenende.

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