Berlin (dpa) - Die DEG Metro Stars und die Eisbären Berlin sind in das Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eingezogen, Hannover muss «nachsitzen».

Die Düsseldorfer gewannen ihr viertes Viertelfinale bei den Adler Mannheim 5:2 und feierten damit den entscheidenden dritten Sieg in der Best-of-Five-Serie. Auch Berlin machte beim ERC Ingolstadt den Sack zu: Die Eisbären behielten mit 4:1 die Oberhand. Damit spielen Berlin und Düsseldorf von Sonntag an im direkten Duell um den Einzug ins Endspiel.

Im zweiten Halbfinale trifft der Vorrundenerste Grizzly Adams Wolfsburg auf den Sieger der Viertelfinalserie zwischen Meister Hannover Scorpions und den Krefeld Pinguinen. Diese wird erst im fünften Spiel entschieden, nachdem die Niedersachsen durch ein 2:3 den «Matchball» vor heimischem Publikum verpassten.

Der Vorrundenzweite aus Düsseldorf präsentierte sich in Mannheim endgültig erholt von der schlimmen 2:7-Heimklatsche zu Beginn der Viertelfinals. Mit überfallartigen Kontern nach zum Teil eklatanten Adler-Fehlern fanden die Gäste früh den Schlüssel zum Erfolg. Simon Danner und Tyler Beechey im ersten Drittel sowie Sasha Pokulok und Patrick Reimer in Durchgang zwei sorgten für klare Verhältnisse. Mannheim enttäuschte vor allem im Abschluss, sogar eine fast zweiminütige 5:3-Überzahl ließ die Truppe von Harold Kreis ungenutzt.

Auf der Gegenseite wuchs die Düsseldorfer Abwehr um den glänzend parierenden Goalie Jean-Sebastien Aubin über sich hinaus. Wie eine Wand stellten sich die Metro Stars den wilden aber planlosen Attacken der Mannheimer entgegen - und nutzten die eigenen Chancen eiskalt aus: Nach einem schlimmen Lapsus von Sven Butenschön traf Rob Collins zum 5:2-Endstand. «Wir haben verdient gewonnen», meinte Collins. Coach Jeff Tomlinson lobte das «sehr schlaue» Spiel seines Teams.

In Ingolstadt schienen die Gäste aus der Hauptstadt nach einem Blitztreffer von TJ Mulock nach 29 Sekunden und dem 2:0 durch Florian Busch bei doppelter Überzahl früh klar auf der Siegerstraße. Aber die Bayern gaben nicht auf, fanden nach der ersten Drittelpause den Biss wieder. Christoph Gawlick verkürzte und nur mit viel Glück retteten die Berliner ihre Führung ins letzte Drittel. Dort versetzten Stefan Ustorf und erneut Mulock den Ingolstädtern dann aber doch den K.o.

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