Berlin (dpa) - Eine Woche nach ihrem Sprung an die Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) haben die Eisbären Berlin einen ersten Dämpfer kassiert. Der Hauptstadt-Club unterlag bei den Adler Mannheim mit 1:3, behauptete aber dank des Patzers von Krefeld Rang eins.

Die Pinguine waren im Verfolgerduell in Wolfsburg mit 2:3 nach Penaltyschießen unterlegen. Ein Befreiungsschlag glückte den Augsburger Panthern, die Hamburg mit 5:3 bezwangen. Meister Hannover gewann in Ingolstadt mit 2:1 nach Penaltyschießen.

Am unteren Ende der Tabelle haben die Kölner Haie gegen Iserlohn mit 5:0 gewonnen und die Roosters wieder überflügelt. Nürnberg besiegte Straubing mit 5:4 und verteidigte Rang sechs. Die DEG Metro Stars unterlagen München mit 3:4 nach Verlängerung und kassierten gegen den EHC die zweite Pleite innerhalb von weniger als 48 Stunden.

Die Mannheimer, für die trotz der langen Pleitenserie Platz sechs in der Tabelle das Ziel bleibt, zeigten gegen die Eisbären eines ihrer besten Saisonspiele. Die Kurpfälzer kauften den Gästen in den ersten beiden Drittel souverän den Schneid ab, mit 3:0 ging es in den letzten Abschnitt. Erst dort erhöhten die Berliner den Druck, mehr als der Ehrentreffer durch Florian Busch sprang aber nicht heraus. «Wir waren zu langsam», erklärte Torschütze Busch die Niederlage.

Bei den Wolfsburgern, die zuletzt vier von fünf Spielen und damit auch die Tabellenführung verloren hatten, wurde das Fehlen der beiden Toptorjäger einmal mehr deutlich. Trotz vieler Überzahlspiele sprang lange kaum Zählbares heraus, am Ende konnte sich Wolfsburg bei Jason Ullmer bedanken: Erst rettete der Kanadier die Grizzlys kurz vor Schluss in die Verlängerung, dann machte er im Shootout den Sack zu.

Im fränkisch-niederbayerischen Derby verzichteten sowohl Nürnberg als auch die Gäste aus Straubing weitestgehend auf Abwehrarbeit: Nach Führungen von 3:0 und 5:1 sahen die Ice Tigers in einem intensiven und aggressiven Match wie die sicheren Sieger aus. Aber Straubing steckte nicht auf und kam in der Schlussphase bis auf 4:5 heran. Nur mit einem Kraftakt und viel Glück verteidigte Nürnberg den Sieg.

Ein schwaches Wochenende erwischte die DEG, die zwei Tage nach der 1:6-Klatsche in München wieder gegen den EHC als Verlierer vom Eis ging. Die Rheinländer wirkten müde, schafften es aber immerhin in die Verlängerung - in der Münchens Bryan Adams der Siegtreffer gelang. Im Kellerduell avancierte Kölns Christoph Ullmann zum Matchwinner: Er erzielte drei Tore selbst und bereitete eines vor.

Vorjahresfinalist Augsburg wurde gegen Hamburg vor allem für ein starkes Überzahlspiel belohnt - vier der fünf Panther-Treffer fielen im Powerplay. Top-Scorer Darin Olver brillierte mit zwei Toren und einer Vorlage. Das Spiel Ingolstadt gegen Hannover hätten beide Teams für ein Ausrufezeichen im Kampf um die Playoffs nutzen können - am Ende zeugten ganze vier Strafminuten für ein wenig intensives Match.

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