Zu viele Spiele in der Vorrunde und die gesamtwirtschaftliche Lage sind die größten Probleme.

Düsseldorf. Zu viele Spiele in der Vorrunde, mangelnde sportliche Qualität, fehlende Fernsehzeiten und die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland, Gründe für den zurückgehenden Zuschauerzuspruch in der Deutschen Eishockey Liga DEL gibt es eine ganze Menge.

Und nicht nur die DEG Metro Stars sind davon betroffen. Der Vorrunden-Schlussspurt läuft sportlich zwar top, wirtschaftlich gibt es dagegen Sorgenfalten bei den Machern. 4636 Zuschauer sahen das 3:0 gegen Straubing. "Wir können nur hoffen, dass gegen Mannheim und Krefeld mehr Leute in den Dome kommen. Schließlich steht für uns viel auf dem Spiel", sagt DEG-Manager Lance Nethery. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Konzept, um mehr Zuschauer in den Dome zu locken. Allerdings sind die rückläufigen Besucherzahlen ein generelles Problem in der Liga."

Mit 135 813 Zuschauern in 23 Heimspielen haben die Metro Stars einen Durchschnitt von 5904 Besuchern. "Das ist ernüchternd", sagt DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp. Darum setzt man bei den Metro Stars auf die Play-offs. "Das beste wäre, wenn wir im Viertelfinale direkt auf die Pinguine treffen", sagt Pressesprecher Frieder Feldmann. Alles hofft auf die Play-offs und mehr Fernsehzeit: "Das ist ein Hauptproblem unserer Sportart."

Nur Eisbären, Adler und Huskies bewegen sich gegen den Trend

Deutlich gegen den Zuschauer-Trend bewegen sich nach Meinung von Wolfgang Schäfer, Geschäftsführer der Pinguine, nur die Berliner Eisbären, die Mannheimer Adler und die Kassel Huskies. In Krefeld liegt der Schnitt bei 3800 Zuschauern. Damit liegt der Club sogar 80 000 Euro über dem Haushaltsansatz.

Die Kölner Haie kommen auf einen Schnitt von 10 158 Fans und sind damit nur noch Dritter hinter Berlin und Mannheim. "Das liegt nicht nur an unserer sportlichen Situation, sondern auch an der viel zu langen Punkterunde und der Gesamtsituation. Die Leute überlegen sich, ob sie das Geld für die DEL noch aufbringen", sagt Haie-Pressesprecher Philipp Walter. 

Die Situation für das deutsche Eishockey ist nicht leichter geworden. Für die Haie schon gar nicht. Dass sich der achtmalige deutsche Meister nicht einmal für die Play-offs qualifizieren konnte, reißt tiefste Löcher in die Kasse.

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