Deutschland steht am Samstag im WM-Halbfinale. Eine historische Medaille ist ganz nah.

Halbfinale erreicht: Volleyball-Superstar Georg Grozer riss die Mannschaft mit und überzeugte mit unbändigem Siegeswillen.
Halbfinale erreicht: Volleyball-Superstar Georg Grozer riss die Mannschaft mit und überzeugte mit unbändigem Siegeswillen.

Halbfinale erreicht: Volleyball-Superstar Georg Grozer riss die Mannschaft mit und überzeugte mit unbändigem Siegeswillen.

dpa

Halbfinale erreicht: Volleyball-Superstar Georg Grozer riss die Mannschaft mit und überzeugte mit unbändigem Siegeswillen.

Düsseldorf. Nach dem historischen Einzug ins WM-Halbfinale war bei den deutschen Volleyballern Ruhe angesagt. Bundestrainer Vital Heynen gab seinen Spielern bis auf ein Krafttraining frei. Georg Grozer und Co. sollten neue Kraft sammeln, um den letzten Schritt zur ersten deutschen WM-Medaille seit 44 Jahren zu gehen.

„Ich habe wirklich an das Ziel Medaille geglaubt. Aber natürlich muss ich mich auch kneifen: Eine deutsche Mannschaft ist erstmals seit 1974 wieder unter den vier besten Teams der Welt“, sagte Heynen. Nur 24 Stunden nach der 0:3-Pleite gegen Frankreich hatte sich Deutschland mit einem 3:0 gegen den Iran sogar aus eigener Kraft ins Halbfinale geschmettert.

Auch viele Spieler schüttelten nach dem sensationellen Comeback ungläubig den Kopf, konnten nicht glauben, dass sie es geschafft hatten. Matchwinner Grozer war besonders emotional. „Es ist unglaublich. Wir haben einen großen Schritt Richtung Medaillentraum gemacht“, sagte der Diagonalangreifer. Auch Verbandsboss Thomas Krohne gratulierte Team und Trainer. „Man muss mal klar sagen, dass Georg Grozer einer der drei weltbesten Spieler ist“, lobte ihn Krohne und hob zudem noch die Leistung des Trainers heraus.

Der Belgier schaffte es, die Mannschaft nach der schwachen Leistung gegen Frankreich wieder aufzurichten. „Nach so einem Scheißspiel versuchst du die Mannschaft umzudrehen, eine andere Dynamik reinzubringen. Dann hoffst du darauf, dass das Spiel gut losgeht“, erklärte Heynen. „Und es ist gut losgegangen. Entscheidend war vor allem, dass ich Biss bei meiner Mannschaft gesehen habe.“

Weil das deutsche Team beim 3:0 gegen den Iran mit 20 Ballpunkten Vorsprung gewann, reichte das trotz des 0:3 gegen Frankreich mit 15 Ballpunkten Defizit definitiv zum Halbfinal-Einzug, in dem am Samstag (20.25 Uhr), Polen, Russland oder Brasilien die Gegner sein können. „Es ist egal, gegen wen wir spielen“, gab Markus Steuerwald die Devise aus: „Hauptsache wir gewinnen noch einmal.“ Vielleicht werden die Partien auch im frei empfangbaren TV übertragen. „Ich habe Verhandlungen mit Sport1 begonnen, die Interesse daran haben, beide Halbfinals und ein etwaiges Finale der DVV-Männer im Free-TV zu zeigen“, erklärte Krohne.

 

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