Dortmund verliert zum zweiten Mal in Folge. Das 2:3 gegen Frankfurt ist unterhaltsam – und ärgerlich für den Trainer.

Viel zu lachen hatte Jürgen Klopp im Spiel gegen Frankfurt nicht.
Viel zu lachen hatte Jürgen Klopp im Spiel gegen Frankfurt nicht.

Viel zu lachen hatte Jürgen Klopp im Spiel gegen Frankfurt nicht.

Reuters

Viel zu lachen hatte Jürgen Klopp im Spiel gegen Frankfurt nicht.

Dortmund. Die Anspannung war beiden Trainern unmittelbar nach der Partie anzusehen. Jürgen Klopp und Michael Skibbe waren fast so erschöpft, wie ihre Spieler. Es war in der Tat ein intensives Spiel zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt, das die Hessen am Ende mit 3:2 für sich entschieden hatten. "Ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis und stolz auf das Spiel meiner Mannschaft", sagte Eintracht Trainer Michael Skibbe. "Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir fantastisch nach vorne gespielt. Im zweiten Durchgang haben wir das in Ruhe zu Ende gebracht."

Skibbe schwelgte noch unter dem Eindruck des Erfolgs in Superlativen. Seine Begeisterung über seine Spieler war schließlich nicht unbegründet, weil die Frankfurter über das gesamte Spiel vor 70 000 Zuschauern im Dortmunder Stadion einen sehr strukturierten und überzeugenden Eindruck hinterlassen hatten und sich auch durch zwischenzeitliche Rückschläge nicht aus der Konzentration haben bringen lassen. Nach der Führung durch Benjamin Köhler (8.) hatten die Frankfurter noch einige gute Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen.

Halil Altintop beschäftigt die BVB-Defensive

Dennoch glich der beste Dortmunder Spieler, Mats Hummels, zunächst aus kurzer Distanz aus (17.). Lucas Barrios brachte die Dortmunder dann sogar in Führung (57.). Und einzig in dieser Phase der Begegnung schien ein Erfolg des BVB möglich zu sein. Doch die Frankfurter spielten weiter, als gingen sie die Gegentreffer nichts an. Als Lohn für diese Souveränität erzielten Sebastian Jung mit seinem ersten Bundesligatreffer (65.) und Alexander Meier (74.) zwei weitere Treffer und sorgten damit für das Endergebnis.

"Das Ergebnis ist folgerichtig", sagte der sichtlich enttäuschte Jürgen Klopp. Der Trainer der Dortmunder wollte keine Ausflüchte suchen, ging mit seinen Profis hart ins Gesicht. "Wir hatten zwei, drei Spieler im Team, die hatten mehr Probleme mit dem Ball und dem Platz, als mit dem Gegner. Wir haben nicht mal kurz am oberen Limit gespielt. Dann reicht es halt nicht."

Vor allem Halil Altintop, der erst vor ein paar Tagen von Schalke nach Frankfurt gewechselt war, beschäftigte die Dortmunder Abwehr fast im Alleingang. So agil und spielfreudig hatten sie ihn bei seinem ehemaligen Arbeitgeber nie gesehen.

Dafür erhielt der neue Angreifer auch ein Lob. "Er hat sich sehr gut eingeführt bei uns. Er wird bei uns die Entwicklung nehmen, die er sich wünscht und die wir uns von ihm erhoffen", sagte Skibbe. Selbst Jürgen Klopp bestätigte, dass "uns Halil große Probleme gemacht hat". In Spieler mit dieser Form hätte Klopp an diesem Abend sicher auch gern in seiner Mannschaft gehabt.

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