«Bild»: Neid schließt Rücktritt nicht aus

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der verpatzten Heim-WM schließt Fußball-Bundestrainerin Silvia Neid einen Rücktritt nicht mehr aus. «Ich brauche jetzt erst mal Abstand», sagte die 47-Jährige zwei Tage nach dem Viertelfinal-Aus gegen Japan (0:1 n.V.) der «Bild»-Zeitung. In ein paar Wochen werde sie sich fragen: «Was will ich eigentlich? Kann ich mich für eine EM in zwei Jahren nochmal motivieren?» Es gebe einige Anfragen, auch von außerhalb des Fußballs. Sie habe keine Angst vor der Zukunft. Ob sie selber Fehler gemacht habe, wie die steigende Zahl an Kritikern ihr vorwirft, wisse sie nicht. «Ich muss jetzt alles in Ruhe analysieren», sagte Neid.

Positiver Befund bei 98. Tour de France

Aurillac (dpa) - Der Russe Alexander Kolobnew ist bei der 98. Tour de France positiv auf das Mittel Hydrochlorothiazid (HCT) getestet worden. Das teilte der Radsport-Weltverband UCI am Montag mit. Nach Angaben der Sportzeitung «L'Equipe» wurde der Radprofi vom Team Katusha von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen. Die Weltantidopingagentur WADA hatte die UCI über den Befund informiert. Das Mittel steht nicht auf der UCI-Dopingliste. Kolobnew kann die Öffnung einer B-Probe fordern.

Manipulationsskandal in Türkei: Weitere Festnahmen

Istanbul (dpa) - Wegen des Verdachts auf Spielbetrug hat es in der Türkei Medienberichten zufolge weitere Verhaftungen hochrangiger Fußball-Funktionäre gegeben. Zu den von der Polizei in Gewahrsam genommenen 22 Verdächtigen gehört auch der Vorstandschef des Erstligisten Trabzonspor. Türkischen Medienberichten zufolge hat die Polizei auch den früheren Vorsitzenden des Türkischen Fußball-Verbandes (TFF), Mahmut Özgener, vernommen. Bislang waren mehrere Dutzend Personen in Untersuchungshaft, darunter Aziz Yildirim, der Präsident vom Meister Fenerbahce Istanbul.

FIFA bleibt dabei: Kein Kommentar zu Behauptungen

Zürich/Berlin (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA hält sich trotz anhaltender Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der WM-Vergabe nach Katar weiter bedeckt. «Wir haben schon zum wiederholten Male gesagt, dass wir die Behauptungen nicht kommentieren. Diese Politik wird beibehalten», heißt es in Mitteilung des Weltverbands mit Sitz in Zürich. Gleichzeitig bestätigte die FIFA, eine E-Mail zu den Anschuldigungen erhalten zu haben. Darin behaupte eine Person, Vorwürfe im Zusammenhang mit der WM-Vergabe für 2022 gemacht zu haben - sie wolle diese Behauptungen aber wieder zurückziehen.

Erster Ostblock-Spieler in der NHL gestorben

Prag (dpa) - Die tschechische Eishockey-Legende Jaroslav Jirik ist beim Absturz eines Kleinflugzeuges am Stadtrand von Brünn (Brno) ums Leben gekommen. Das berichtete der tschechische Rundfunk. Jirik, der 71 Jahre alt wurde, war der erste Spieler in der nordamerikanischen Profiliga NHL aus einem Ostblock-Staat, als er in der Saison 1969/70 drei Spiele für die St. Louis Blues absolvierte. Obwohl er kein Tor erzielt hatte, erhielt Jirik von den Blues auch ein Angebot für die folgende Saison. Er entschied sich jedoch für die Rückkehr in sein Heimatland.

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