Das 2:2 des BVB gegen Augsburg ist das vierte sieglose Heimspiel in Serie. Schlimmer ist nur der Kreuzbandriss von Blaszczykowski.

Schreck nach einem Winter und sechs Minuten Bundesliga-Fußball: Jakub Blaszczykowski hat sich das Kreuzband gerissen.
Schreck nach einem Winter und sechs Minuten Bundesliga-Fußball: Jakub Blaszczykowski hat sich das Kreuzband gerissen.

Schreck nach einem Winter und sechs Minuten Bundesliga-Fußball: Jakub Blaszczykowski hat sich das Kreuzband gerissen.

dpa

Schreck nach einem Winter und sechs Minuten Bundesliga-Fußball: Jakub Blaszczykowski hat sich das Kreuzband gerissen.

Dortmund. Das Leid? Bleibt. Wie am Ende der Hinrunde überwog bei Borussia Dortmund auch zum Start in die Rückserie der Frust. Nicht nur das 2:2 (1:0) gegen Augsburg, sondern auch die anhaltende Verletzungsmisere bescherten Jürgen Klopp ein ernüchterndes Déjà-vu: „Das war kein Traumstart und fühlt sich richtig bescheiden an“, klagte der Fußball-Lehrer. Vor allem der Kreuzbandriss von Jakub Blaszczykowski machte ihm zu schaffen: „Das ist mal wieder eine Hiobsbotschaft, die irgendwie in diese Saison passt.“

Alle Hoffnungen auf eine neue Zeitrechnung erwiesen sich als Wunschdenken. Nach sechs Minuten musste Blaszczykowski verletzt ausgewechselt werden. Eine Kernspinuntersuchung gestern Morgen bestätigte den Verdacht. „Am Donnerstag habe ich die OP, danach beginnt direkt DER KAMPF UM MEIN COMEBACK!!!“, kommentierte der polnische Nationalspieler auf seiner Facebook-Seite den Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie.

„Das sollte jetzt der Schlusspunkt gewesen sein“, sagte Klopp. Ob der Revierclub angesichts der drohenden halbjährigen Zwangspause für „Kuba“ bis zum Auslaufen der Transferfrist Ende Januar nach Ersatz sucht, ließ der Trainer offen: „Über mögliche Transfers habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, würde aber aus dem Bauch heraus sagen: Nein.“

Augsburgs Ji trifft gegen seinen kommenden Verein Dortmund

Das vierte sieglose Heimspiel in Serie veranlasste Torhüter Roman Weidenfeller zu deutlichen Worten: „Unser Stadion ist ein Selbstbedienungsladen.“ Nach nur einem Punkt aus den vorigen drei Spielen blieb die Borussia abermals ohne Sieg. Eine längere Durststrecke gab es zuletzt vor viereinhalb Jahren. Der gute Vorsatz, die drei Heimschlappen gegen München, Leverkusen und Berlin vergessen zu machen, schien das Team mehr zu verunsichern als zu beflügeln.

Trotz zweimaliger Führung durch Sven Bender (5.) und Nuri Sahin (66.) mangelte es an Lockerheit. Ein Eigentor von Bender (56.) und ein Treffer des künftigen Dortmunders Dong-Won Ji (72.) sicherten den Gästen das verdiente Remis. „Das fühlt sich wie eine Niederlage an“, gestand Kapitän Sebastian Kehl.

Dass ausgerechnet der künftige Dortmunder Ji zum Ausgleich traf, passte. Der von Augsburg aus Sunderland verpflichtete Südkoraner, der im Sommer zum BVB wechselt, traf 126 Sekunden nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf zum Endstand. Ji hatte nach einer Oberschenkelprellung nur einmal mit der Augsburger Mannschaft trainiert. „Eigentlich darfst du ihn als Trainer gar nicht mitnehmen“, sagte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. Hat er dann aber doch.

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