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Bremens dritter Torhüter Sebastian Mielitz (links) hielt wie eine eins.

Bremens dritter Torhüter Sebastian Mielitz (links) hielt wie eine eins.

Bremens dritter Torhüter Sebastian Mielitz (links) hielt wie eine eins.

Düsseldorf. Bayern München gegen Werder Bremen. Das war im vergangenen Mai noch das Finale um den DFB-Pokal. Am Dienstag (20.30 Uhr, ARD live) treffen die beiden Vereine bereits in der zweiten Runde dieses Wettbewerbes aufeinander und dennoch ist es irgendwie schon wieder ein Endspiel. Wer verliert, der hat sich nach einem wenig überzeugenden Saisonstart in der Bundesliga der einfachsten Option auf einen Titelgewinn frühzeitig beraubt.

In einer solchen Situation ist es dann eigentlich eine denkbar ungünstige Situation, wenn bei einem Klub gleich beide Torhüter nicht zur Verfügung stehen. Doch Werder Bremen sieht dem Duell mit dem Rekordpokalsieger trotz der Ausfälle von Tim Wiese (Innenbanddehnung im Knie) und Christian Vander (Schambeinentzündung) gelassen entgegen, was die Position zwischen den Pfosten angeht. "Sebastian ist ein guter Torwart und immer, wenn er gebraucht wurde, hat er das auch gezeigt", sagt Trainer Thomas Schaaf.

Sebastian, das ist Sebastian Mielitz. Der 21-Jährige ist normalerweise für die zweite Mannschaft der Bremer in Liga drei vorgesehen, sitzt aber durch den Dauerausfall von Vander schon seit Saisonbeginn bei den Profis auf der Bank. Am vergangenen Mittwoch musste er dann beim Champions-League-Spiel in Enschede nach 36 Minuten ran, hielt einen wichtigen Punkt fest und rettete Werder auch am Samstag mit einer Reihe von Weltklasseparaden mehrfach davor, dass die Partie in Mönchengladbach kippte. "Wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich gar nicht, wie ich den einen oder anderen Ball gehalten habe. Es war einfach ein Reflex", sagte Mielitz.

Da stellt der gebürtige Brandenburger sein Licht allerdings ein wenig unter den Scheffel. Mielitz ist intelligent und lernbegierig. Den Gladbacher Angreifern zog er vor allem deshalb den Zahn, weil er die Vorgaben von Torwart-Trainer Michael Kraft umsetzte. "Er hat gesagt, dass ich darauf achten muss, immer aktiv zu sein, denn so haben die Stürmer keine Zeit, um nachsetzen zu können."

So möchte Mielitz nun am Dienstag auch den Münchenern das Leben schwer machen. "Von einem Spiel gegen die Bayern träumt doch jeder Junge." Zum Staunen reist Mielitz aber nicht an die Isar. "Wir können mit breiter Brust nach München fahren und wollen dort gewinnen."

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