Leverkusen hat nicht ein Mal in der LTU-Arena trainiert. Aber schon am Mittwoch kommt Cottbus.

Bruno Labbadia will auch in Düsseldorf mit der Werkself jubeln können.
Bruno Labbadia will auch in Düsseldorf mit der Werkself jubeln können.

Bruno Labbadia will auch in Düsseldorf mit der Werkself jubeln können.

dpa

Bruno Labbadia will auch in Düsseldorf mit der Werkself jubeln können.

Leverkusen. Mittwochabend steigt die Premiere: Bayer Leverkusen zieht in die Düsseldorfer LTU-Arena ein, trifft dort im DFB-Pokal-Achtelfinale auf Energie Cottbus (19 Uhr). Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Bayer-Debüt in Düsseldorf.

Wie ist die Leverkusener Mannschaft in Form?

Labbadia selbst bezeichnet die Vorbereitung als "sehr ordentlich". Der akribische Arbeiter hatte sehr viel mehr Spieler bei sich als im Sommer, der von der Europameisterschaft und diversen Verletzungen geprägt war. "Wir konnten eine ganz andere Grundlage schaffen", sagt Labbadia. In der Winterpause gewann Bayer alle vier Testspiele gegen Galatasaray Istanbul, Bursaspor, FSV Frankfurt und die TuS Koblenz. Der Konkurrenzdruck im Kader ist durch die zurückgekehrten Lukas Sinkiewicz, Bernd Schneider (noch im Aufbau) und Richard Sukuta-Pasu sowie den Neuzugang Thomas Zdebel aus Bochum "viel größer geworden". In der Anfangself wird aber keiner dieser vier Spieler stehen.

Kommen bis zum Ende der Wechselfrist weitere neue Spieler?

Ersatztorwart Benedikt Fernandez wird acht bis zehn Wochen ausfallen. Deshalb sei man mit einigen Torhütern im Gespräch und suche noch jemanden für die Position hinter Rene Adler, sagt Labbadia. "Das muss bis zum Wochenende klar sein." Erste Wahl scheint der derzeit arbeitslose Simon Jentzsch zu sein.

Was hat Bayer aus dem Meisterschafts-Heimspiel gegen Pokalgegner Cottbus (1:1) gelernt?

Cottbus sei eine Mannschaft, die komplett bereit sei, für die Defensive zu arbeiten, sagt Labbadia. Deshalb werde er der Mannschaft per Video aufzeigen, was sie beim enttäuschenden 1:1 falsch gemacht habe. "Wir haben unser Spiel nicht konsequent durchgezogen", sagt der Trainer.

Hat Labbadia die Mannschaft auf den neuen Heimspielort Düsseldorf psychologisch vorbereitet?

"Wir haben das auf kleiner Flamme gehalten", sagt Labbadia. Das Mannschaftshotel liegt auch weiterhin in Langenfeld, bislang hat Bayer nicht ein einziges Mal in der LTU-Arena trainieren können. "Das haben wir nicht in der Hand, es gab leider noch keine Möglichkeit", sagt Labbadia, der mit seinem Team die neue Heimkabine gestaltet hat. "Wir haben nichts Neues bauen lassen, sondern mit den vorhandenen Requisiten etwas umgebaut, eine Stereoanlage eingebaut und Fotos unserer Spieler aufgehängt. Die Jungs sollen sich wohlfühlen."

Sieht der Trainer auf das Team in Düsseldorf Probleme zukommen?

Allein der Rasen in der LTU-Arena macht Labbadia zu schaffen. Der ist in der vergangenen Woche neu verlegt worden und machte beim Winter-Cup am Wochenende einen grausigen Eindruck. Der Rasen sei aber wichtig für das Bayer-Spiel. "Zwar muss auch Cottbus damit zurecht kommen", sagt Labbadia, "aber für uns ist es schwerer, weil wir eine Mannschaft sind, die das Spiel macht". Grundsätzlich gebe es aber "Schlimmeres, als in der LTU-Arena zu spielen". Das Stadion sei wunderbar.

Welche Bedeutung hat der Pokal für Labbadia?

Als "kürzester Weg ins internationale Geschäft" eine große. Das Spiel habe Endspielcharakter, sagt Labbadia, der wieder "ein Geduldsspiel" erwartet.

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