Der Bundesligist setzt sich mit einem 1:0-Erfolg beim Drittligisten VfLOsnabrück durch.

Kevin Kuranyi dreht jubelnd nach seinem Tor ab.
Kevin Kuranyi dreht jubelnd nach seinem Tor ab.

Kevin Kuranyi dreht jubelnd nach seinem Tor ab.

dpa

Kevin Kuranyi dreht jubelnd nach seinem Tor ab.

Osnabrück. Es war ein bitterer Abend für den VfLOsnabrück. Das knappe 0:1 gegen Schalke 04 im Viertelfinale des DFB-Pokals bedeutet nicht nur das Ende als Favoritenschreck in diesem Wettbewerb.

Vielmehr haben die Niedersachsen auch den Nimbus der Unbesiegbaren bei Spielen im eigenen Stadion unter Flutlicht verloren, den sie sich in 25 Begegnungen zuvor erkämpft hatten. Allerdings hatte die Mannschaft von Trainer Felix Magath wenig Mitleid und schaffte den Einzug ins Halbfinale humorlos aber insgesamt verdient.

Zusätzlich können die Westfalen über 1,75 Millionen Euro für ihre klammen Kassen verbuchen. Es war vor allem ein hektisches Spiel, das beide Mannschaften den 16130 Zuschauern an der ausverkauften Bremer Brücke boten. Der Drittligist konzentrierte seine Bemühungen von der ersten Minute an auf hohe Laufbereitschaft und intensive Zweikampfführung.

Die favorisierten Schalker hatten große Probleme, Linie in ihr Spiel zu bekommen und ließen dadurch auch lange Zeit die Souveränität vermissen, die ein Bundesligist in solch einem Spiel ausstrahlen sollte. Die kalte Witterung sowie der holprige Untergrund taten ihr Übriges, um so gut wie jeglichen Spielfluss zu unterbinden.

Dem VfL konnte es recht sein, die Niedersachsen taten sich dadurch leicht, die Angriffsbemühungen der Mannschaft von Felix Magath meist frühzeitig zu unterbinden. Vor allem Alexander Baumjohann, der den Schalkern die spielerischen Impulse geben sollte, blieb weit unter seinen Möglichkeiten und wurde von Felix Magath nach der ersten Hälfte ausgewechselt.

Fast eine Stunde hält das Bollwerk der Osnabrücker

Die Osnabrücker wollten sich auf ihre Kontertaktik verlassen, waren mit diesem Mittel aber gegen die gewohnt sehr solide Schalker Defensive nicht erfolgreich. Vielmehr sorgte Björn Lindemann mit einem direkten Freistoß und einem Drehschuss für Begeisterung auf den Rängen, auch wenn der Ball das Tor jeweils weit verfehlte.

Die Zuschauer in Osnabrück waren äußerst zufrieden damit, wie ihr Team dem Gegner zusetzte und feierte die Spieler lautstark dafür, dass sie bis zum Halbzeitpfiff keinen Gegentreffer zuließen. Allerdings sollte die Freude nur bis zur 59. Minute anhalten. Zu diesem Zeitpunkt verwandelte Kevin Kuranyi eine Flanke von Vicente Sanchez per leicht abgefälschtem Flachschuss zur Schalker Führung.

Die Osnabrücker spielten an diesem Abend tapfer mit, konnten aber nicht an die Leistungen aus den voran gegangenen Pokalrunden anknüpfen, in denen sie den Hamburger SV und Borussia Dortmund ausgeschaltet hatten.

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