Heerenveen (dpa) - Nur Blech statt Edelmetall: Bei den Shorttrack-Europameisterschaften in Heerenveen haben die deutschen Staffeln in den Finals nach großem Kampf die Medaillen verpasst. Sie mussten mit den undankbaren vierten Plätzen vorlieb nehmen.

Beide Staffel-Titel blieben im Gastgeberland Niederlande. Im Mehrkampf wurden Arianna Fontana (Italien) und Thibaut Fauconnet (Frankreich) überlegene Europameister. Die Dresdner Paul Herrmann und Christin Priebst sorgten auf den Rängen 11 und 12 für die besten deutschen Einzelergebnisse. Priebst war am Schlusstag ins 1000-Meter-Halbfinale vorgedrungen und belegte auf dieser Strecke Platz acht.

Die Deutschen hätten ihrem seit gerade zwei Wochen amtierenden Bundestrainer Michael Kooreman gern eine Medaille geschenkt. Am nächsten dran waren die Staffel-Männer, die in einem spannenden 5000-Meter-Finale mit wechselnden Führungen lange mit Großbritannien um Bronze stritten. Dennoch war im deutschen Team so etwas wie Aufbruchstimmung spürbar. «Ich bin noch dabei, die Mannschaft kennenzulernen. Aber alle sind hochmotiviert», sagte der Amerikaner Kooreman. «Ich glaube, dass wir gemeinsam noch viel erreichen können.»

Arianna Fontana holte sich mit drei Streckensiegen ihren dritten EM-Titel nach 2008 und 2009. Die jetzt von Ex-Bundestrainer Éric Bédard trainierte Italienerin verwies Bernadett Heidum (Ungarn) und Martina Valcepina (Italien), die die 500 Meter gewonnen hatte, auf die weiteren Medaillenplätze. Die Titelverteidigerin von Dresden 2010, Katerina Novotná (Tschechien), musste mit Platz vier vorlieb nehmen. Bei den Herren kam Vorjahres-Europameister Nicola Rodigari (Italien) nur auf Platz 15. Mit einem Vier-Strecken-Sieg gewann Fauconnet deutlich vor Ex-Europameister Haralds Silovs (Lettland) und Sjinkie Knegt (Niederlande).

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer