Olympiasieger Ralf Schumann hält seine Schnellfeuerpistole in der Hand.
Olympiasieger Ralf Schumann hält seine Schnellfeuerpistole in der Hand.

Olympiasieger Ralf Schumann hält seine Schnellfeuerpistole in der Hand.

dpa

Olympiasieger Ralf Schumann hält seine Schnellfeuerpistole in der Hand.

Wiesbaden (dpa) - Die deutschen Pistolen-Schützen haben bei der traditionellen Schnellfeuerwoche in Wiesbaden mit einer starken Teamleistung überzeugt. Marcel Goelden (Münster) verlor erst im Stechen des Finales mit 2:4 Treffern gegen Weltmeister Alexej Klimow (Russland).

Zuvor hatten beide den Wettkampf mit einem 28:28-Gleichstand beendet. Auf Platz drei landete mit 23 Treffern der Peking-Olympia-Dritte Christian Reitz (Frankfurt/Main) vor dem dreimaligen Olympiasieger Ralf Schumann (Suhl), der mit 19 Treffern im Halbfinale ausschied. Das hervorragende Ergebnis der deutschen Schützen komplettierte der 21 Jahre alte Gregor Lütkevedder (Paderborn) auf Rang sechs.

In Wiesbaden wurden erstmalig in einem offiziellen internationalen Wettkampf die neuen Regeln getestet, die auch 2012 bei den Olympischen Spielen in London angewendet werden. Nach dem Vorkampf erreichen wie bisher sechs Schützen das Finale. Im Endkampf erhält jeder Schütze nur für ein Ergebnis von 9,7 oder mehr Ringen einen Punkt. Nach vier Serien mit je fünf Schuss in vier Sekunden scheidet der Letztplatzierte aus. Nach der nächsten Serie wiederum der Letztplatzierte, so dass am Ende nur noch zwei Schützen um Gold und Silber kämpfen.

Bundestrainer Peter Kraneis war vor allem mit den Vorkampfleistungen seiner Männer zufrieden. «Wir haben bei der hochklassigen Konkurrenz vier ins Finale bekommen. Das ist sehr gut», sagte Kraneis, «ich glaube, dass die neuen Regeln gut angenommen werden und für Zuschauer und Medien attraktiv sind.»

Zum Abschluss gewannen die deutschen Schützen den Mannschaftswettbewerb. In der Besetzung Goelden, Marco Spangenberg (Oberwallmenach) und Philipp Wagenitz (Dresden) erzielte Deutschland II 1740 Ringe und setzte sich vor Russland (1737) durch. Deutschland I mit Lütkevedder, Reitz und Schumann wurde mit 1736 Ringen Dritter.

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