Freistil
Marcel Ewald (oben) kämpft gegen Malkhaz Zarkua aus Georgien.

Marcel Ewald (oben) kämpft gegen Malkhaz Zarkua aus Georgien.

dpa

Marcel Ewald (oben) kämpft gegen Malkhaz Zarkua aus Georgien.

Dortmund (dpa) - Die deutschen Ringer haben zum Auftakt der Europameisterschaften in Dortmund eine Bronzemedaille knapp verpasst. Freistilringer Marcel Ewald vom SVG Weingarten scheiterte erst im «kleinen Finale» der 60-Kilogramm-Kategorie an Wasil Fedorischin aus der Ukraine.

«Es ist trotzdem ein gutes Ergebnis», sagte Ewald. Auch Freistil-Bundestrainer Alexander Leipold war mit dem Einstand zufrieden. «Das waren gute Kämpfe meiner Jungs. Sie haben alle Kämpferherz gezeigt.»

Mit Kevin Schwäbe (96 kg/KSC Hösbach) und Andriy Shyyka (74 kg/KSV Köllerbach) standen zwei weitere Freistil-Athleten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) auf der Matte. Schwäbe setzte sich zunächst knapp gegen den Briten Leon Rattigan durch, musste sich aber im Achtelfinale Belduki Gawaschelischwilli aus Georgien mit 3:0, 0:1 und 0:2 geschlagen geben.

Für Shyyka war hingegen die Heim-EM bereits nach wenigen Minuten beendet. Gleich im ersten Kampf unterlag er gegen David Kutschischwili aus Georgien mit 0:1 und 1:3. Allerdings hatte Shyyka Pech, als in der zweiten Runde beim Stand von 1:1 seine letzte Aktion wegen angeblicher Zeitüberschreitung nicht gewertet wurde. Alle Proteste von Bundestrainer Leipold, der eine Mattenflucht des Gegners moniert hatte, nutzten nichts.

Nur Ewald kämpfte sich bis ins Viertelfinale vor, das er gegen seinen Bundesliga-Vereinskameraden Sahit Prizreni aus Albanien mit 0:1 und 2:3 jedoch verlor. Da Prizreni aber das Finale erreichte, durfte Ewald in der Hoffnungsrunde erneut ran und besiegte Vincenzo Rizzotto aus Italien. Ewald hatte schon 2007 EM-Silber und 2010 EM- Bronze gewonnen - beide Medaillen allerdings in der Kategorie bis 55 Kilogramm. In Dortmund trat der 27-Jährige erst nach verpasster interner Qualifikation eine Gewichtsklasse höher an. «Für diese Klasse fehlt mir vielleicht die Substanz», meinte Ewald.

Noch bis Sonntag werden in Dortmund 492 Teilnehmer aus 43 Nationen um die EM-Plaketten kämpfen. Am Mittwoch beenden die Freistiler ihre Titelkämpfe, am Donnerstag und Freitag ringen die Frauen und am Wochenende gehen die Klassiker im griechisch-römischen Stil auf die Matte.

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