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Die deutsche Nationalspielerin Maike Stöckel (r) stolpert über die niederländische Nationaltorhüterin Floortje Engels.

Die deutsche Nationalspielerin Maike Stöckel (r) stolpert über die niederländische Nationaltorhüterin Floortje Engels.

dpa

Die deutsche Nationalspielerin Maike Stöckel (r) stolpert über die niederländische Nationaltorhüterin Floortje Engels.

Mönchengladbach (dpa) - Deutschlands Hockey-Damen haben bei der Heim-EM mit dem direkt erkämpften Olympia-Ticket ihre Pflicht erfüllt. Die Kür in Form des Titelgewinns glückte jedoch nicht. Dafür war Top-Favorit Niederlande zu stark.

Top-Favorit Niederlande war für die deutschen Hockey-Damen eine Nummer zu groß. Wie bei der EM 2009 und wie schon so oft in der Vergangenheit musste sich die DHB-Auswahl dem als nahezu unbezwingbar geltenden Oranje-Team auch bei der Heim-Europameisterschaft letztlich leistungsgerecht mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. «Man muss anerkennen, dass die Holländerinnen heute stärker waren. Insgesamt bin ich aber mit unserem Auftreten bei dieser EM zufrieden», sagte Bundestrainer Michael Behrmann.

Rund 8000 Zuschauer im gut besuchten Mönchengladbacher Hockeypark sahen eine gutklassige Begegnung und einen verdienten Sieger. Während sich die deutschen Herren am Sonntag (15.30 Uhr) anschicken, den Spieß gegen Holland umzudrehen, darf sich Michael Behrmanns Mannschaft mit der dritten EM-Finalteilnahme in Serie und vor allem mit der Direkt-Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 trösten.

Nach dem total verregneten Freitag begannen die DHB-Damen bei Sonnenschein wieder mit Yvonne Frank im Tor, die ihren Platz bei der EM von Spiel zu Spiel mit Kristina Reynolds tauschte. «Krissy hat uns geholfen, das Olympia-Ticket zu holen, vielleicht kann Yvonne wie vor vier Jahren wieder das EM-Finale gewinnen», begründete Behrmann. Doch anders als beim überraschenden 2:0-Erfolg 2007 in Manchester war rasch klar, dass die Hamburgerin ihren Kasten diesmal zumindest nicht sauber würde halten können. Denn bei Marilyn Agliottis Versuch (6.), die die erste Strafecke unhaltbar ins Tor lenkte, war sie machtlos.

Spielführerin Fanny Rinne & Co. wehrten sich nach Kräften, doch die Angriffe wurden nicht so konsequent vorgetragen wie im Halbfinale gegen Spanien (2:1). Und dass Oranje ein anderes Kaliber darstellt als die Ibererinnen, zeigte sich beim 0:2, als Ellen Hoog (24.) den schnellen Gegenangriff konsequent abschloss. Auch auf deutscher Seite kamen nun gute Chancen zustande, doch Fanny Rinne (28.) und Maike Stöckel (30.) scheiterten an der starken Torfrau Floortje Engels.

Auch nach dem Wechsel blieben die Versuche zur Aufholjagd erfolglos. Julia Müller (40.) und Janne-Müller Wieland (42.) kamen ebenso wenig zum Treffer wie ihre Mitspielerinnen bei am Ende sieben Strafecken. So war dann trotz allen Bemühens einfach nicht mehr drin gegen diese Holländerinnen, die nach dem dritten Treffer in vorletzter Minute ihren achten EM-Titel endgültig sicher hatten. Danach brach dann das nächste Gewitter über Mönchengladbach herein.

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