Hamburg (dpa) - Nach der erneuten Dopingserie im bulgarischen Gewichtheben will der deutsche Verband eine Sperre des zuständigen Trainers und des betreuenden Arztes beantragen.

«Wenn in kurzer Zeit zweimal die komplette Nationalmannschaft eines Landes erwischt worden ist, müssen weitere Konsequenzen als nur Sperren gegen Sportler ergriffen werden», sagte Christian Baumgartner, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG), der Deutschen Presse-Agentur.

Bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA waren vor zweieinhalb Wochen in Sofia elf Athleten der Einnahme des anabolen Steroids Stanozolol überführt worden. Bereits 2008 waren unmittelbar vor den Olympischen Spielen in Peking elf Gewichtheber Bulgariens als Dopingsünder entlarvt worden.

«Es gibt Länder, die systematisch verbotene Mittel anwenden. Zweifellos gehört Bulgarien dazu», sagte Baumgartner. Es sei frech vom zuständigen Trainer, wenn er von «kontaminierter Zusatzernährung» spreche. Vier der elf überführten Sportler erwartet eine lebenslange Sperre, weil sie Wiederholungstäter sind. Die anderen werden für vier Jahre suspendiert.

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