Handball-WM: Deutschland zieht nach dem 30:23 gegen Polen ohne jeden Makel in die Hauptrunde ein.

Ausgelassen feiert das deutsche Team den Gruppensieg.
Ausgelassen feiert das deutsche Team den Gruppensieg.

Ausgelassen feiert das deutsche Team den Gruppensieg.

dpa

Ausgelassen feiert das deutsche Team den Gruppensieg.

Varazdin. Mazedonien hatte am Donnerstag bei den Vorrunden-Finalspielen mit dem überraschenden 36:30-Triumph über Russland die Vorarbeit geleistet, die DHB-Auswahl nahm den Ball auf, landete einen bemerkenswerten 30:23 (14:11)-Sieg über Polen und zieht am Freitag mit vier Pluspunkten, der maximalen Ausbeute, in die Hauptrunde nach Zadar um.

Verständlich, dass die stark verjüngte DHB-Auswahl ihren Coup über den Endspielgegner von 2007 in der Sporthalle von Varazdin minutenlang ausgelassen feierte. "Wir gehen stur unseren Weg weiter, nur von Spiel zu Spiel zu schauen", lüftete Dominik Klein einen Teil des Erfolgsgeheimnisses. Daran wolle man auch weiter festhalten, ergänzte der THW-Linksaußen. Und: "Ich bin mir sicher, da ist noch Luft nach oben."

Hatte doch vorher kaum jemand einen Pfifferling auf die Auswahl gesetzt. Selbst der Bundestrainer zeigte sich überrascht - oder er tat nur so. "Wir ziehen mit vier Punkten in die Hauptrunde, großartig", resümierte Heiner Brand und runzelte seine Stirn, "vor einer Woche noch hatte ich diese Entwicklung nicht für möglich gehalten."

Deutschland ging mit einem 14:11 in die Pause und baute den Vorsprung gegen die Mitte der zweiten Hälfte resignierenden Polen kontinuierlich aus. Tauchte Schöne gegen Mazedonien als ein Mann aus dem Nichts auf, so avancierte am Donnerstag der Lemgoer Torhüter Carsten Lichtlein zum "Spieler des Tages". 17 Bälle machte die sonstige Nummer zwei hinter Johannes Bitter unschädlich. Vorne bereiteten die Tore von Kraus (7), Glandorf (6) und erneut Schöne (5) den Weg. Mancher Fan träumt schon wieder von einem Wintermärchen.

Slowakei - Südkorea Ungarn - Kroatien Frankreich - Schweden

Kroatien - Slowakei Südkorea - Frankreich Schweden - Ungarn

Ungarn - Südkorea Slowakei - Schweden Frankreich - Kroatien

Die Deutschen gehen mit der glänzenen Ausgangsposition von 4:0-Punkten in die Hauptrunde - weil sie die beiden Spiele gegen Mazedonien und Polen, die mit ihr in der Hauptrundengruppe stehen, in der Vorrunde schon gewonnen hat. Diese Spielwertungen werden mitgenommen, beide Spiele werden also nicht noch einmal gespielt. Nach einem Reisetag sind ab morgen in Zadar Dänemark, Norwegen sowie Serbien die Gegner. Die jeweils beiden besten Teams der Sechsergruppen sind im Halbfinale.

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