Tom Vennmanns genießt die Woche im Rochusclub trotz aller Arbeit.

In dieser Woche hat Balljunge Tom Vennmanns eine Menge erlebt.
In dieser Woche hat Balljunge Tom Vennmanns eine Menge erlebt.

In dieser Woche hat Balljunge Tom Vennmanns eine Menge erlebt.

Wolff

In dieser Woche hat Balljunge Tom Vennmanns eine Menge erlebt.

Düsseldorf. Eine Woche verkürzter Schulunterricht und die Tennisstars zum Anfassen bei strahlendem Sonnenschein im Rochusclub - es hätte wirklich schlimmer kommen können für Tom Vennmanns. Der 13-jährige Gymnasiast aus Goch ist Balljunge beim World Team Cup. Kalkuliert man die Launen der Tennisprofis ein, kann man das als durchaus anstrengenden Job betrachten.

Aber für Tom ist das alles nur ein kleiner Traum. "Es macht noch viel mehr Spaß, als ich gedacht hätte", sagt er und strahlt. Natürlich hat er allen Grund. Eigentlich kommen alle Ballkinder aus dem Rochusclub, sind Mitglied im Verein. Aber Tom Vennmanns hat einen Sportlehrer, der guten Kontakt zum Verein in Düsseldorf pflegt. Und so durfte genau ein Schüler des bischöflichen Gymnasiums beim World Team Cup dabei sein.

Der Tag beginnt um 5.30 Uhr und endet 16 Stunden später

An jedem Tag kommt jedes Ballkind einmal zum Einsatz. Dann ist Konzentration gefragt. Und Nervenstärke. Denn dem Star die Bälle zu reichen, kann durchaus problematisch werden. "Viele sind nett, manche aber auch abergläubisch", sagt er. Er will sie nicht arrogant nennen, er nennt sie einfach "eigen".

Die Stars haben eben ihre Rituale, "und wenn Du dann irgendwas falsch machst, nehmen sie keine Bälle mehr von dir", sagt Tom. Nicolas Kiefer und der Argentinier Maximo Gonzales sind seine Lieblingsspieler dieser Woche. "Die sind einfach nett", sagt er. In drei Sitzungen wurde der junge Mann auf diese Tennis-WM vorbereitet. Beim ersten Treffen wurden die Ballkinder einander vorgestellt, die Aufgaben besprochen.

"Beim zweiten Mal haben wir Übungen gemacht. Und schließlich haben wir das Gelernte anhand eines Spiels durchexerziert", sagt Tom Vennmanns. Jeden Tag fährt ihn seine Mutter nach Düsseldorf, sie hat sich frei genommen. Morgens um 5.30 Uhr steht Tom auf, geht zur Schule, wird nach der vierten Stunde nach Düsseldorf gefahren, ist bis 19 oder 20 Uhr im Einsatz und fährt eine Stunde zurück heim.

"Danach falle ich ins Bett", sagt er, aber das ist egal, denn das alles lohnt sich doppelt: Tom spielt in der Bezirksklasse, und er hat sich "unheimlich viel abgeschaut". "Unsere Betreuer haben gesagt, man spielt nach dem Turnier selbst eine Woche wie die Stars", sagt er lächelnd.

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