Im Clinch
Nadia Weinauge (blau) kämpft mit der Mexikanerin Wendy Martinez. Foto: Zurab Kurtsikidze

Nadia Weinauge (blau) kämpft mit der Mexikanerin Wendy Martinez. Foto: Zurab Kurtsikidze

dpa

Nadia Weinauge (blau) kämpft mit der Mexikanerin Wendy Martinez. Foto: Zurab Kurtsikidze

Taschkent (dpa) - Debütant Ramsin Azizsir aus Hof hat bei der Ringer-Weltmeisterschaft in Taschkent das kleine Finale um Bronze verloren. Gegen den Ukrainer Zhan Beleniuk hatte der Griechisch-Römisch-Spezialist im Limit bis 85 Kilogramm mit 0:3 das Nachsehen.

Zuvor hatte er in der Hoffnungsrunde den Chinesen Liang Kong mit 6:0 bezwungen und dann den starken Georgier Vladimer Gegeshidse mit 2:0 aus dem Weg geräumt. Nach der knappen 2:3-Auftaktniederlage gegen den Aserbaidschaner Saman Tehmasebi marschierte sein Bezwinger bis ins Finale, daher durfte Azizsir weiterkämpfen. «Ramsin hat bewiesen, dass er vom Leistungsvermögen her in der Spitze angekommen ist», lobte Sportdirektor Jannis Zamanduridis.

Für den erst 23-jährigen Azizsir war die Finalteilanhme bei den Männern der bislang größte Erfolg. 2009 holte er den EM-Titel bei den Junioren sowie zwei Jahre später die Silbermedaille. Unter ASV-Trainer Horst Zeh, der ihn bis heute beim Heimtraining betreut, begann er zunächst mit dem freien Ringkampf, erst später wechselte er in die griechisch-römische Stilart, wo er auf dem Weg durch alle Altersklassen bislang sechs deutsche Meistertitel errang.

Inzwischen gehört der in Hof als Sohn iranisch/ungarischer Eltern geborene Azizsir der Bundeswehr-Sportfördergruppe in Bruchsal an, wo er im Stützpunkt Schifferstadt ein gutes Umfeld vorfindet. Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro sind das große Ziel: «Es ist alles auf 2016 abgestimmt, bis dahin läuft auch meine Dienstzeit in der Bundeswehr-Sportförderkompanie», betonte er. Danach plant der Modellathlet erst ein Studium oder eine Ausbildung im sportlichen Bereich.

Frühzeitig ausgeschieden sind zuvor Nadine Weinauge aus Furtwangen und Florian Neumaier aus Mühlenbach. Weinauge unterlag gegen die Polin Monika Michalik mit 0:3, nachdem sie zuvor im Limit bis 63 Kilogramm die Mexikanerin Wendy Martinez mit 7:3 besiegt hatte. Neumaier unterlag dem Ungarn Laszlo Szabo in der Kategorie bis 75 Kilogramm mit 0:4.

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