Kölns Sergiu Radu trifft beim 1:1 gegen seinen Ex-Klub.

Sergiu Radu (r.) bedankt sich nach dem 1:0 bei seinem Trainer Christoph Daum für das Vertrauen.
Sergiu Radu (r.) bedankt sich nach dem 1:0 bei seinem Trainer Christoph Daum für das Vertrauen.

Sergiu Radu (r.) bedankt sich nach dem 1:0 bei seinem Trainer Christoph Daum für das Vertrauen.

dpa

Sergiu Radu (r.) bedankt sich nach dem 1:0 bei seinem Trainer Christoph Daum für das Vertrauen.

Köln. Sergiu Radu rackerte, scheute keinen Zweikampf, suchte den freien Raum. Er wollte allen beweisen, dass er ein torgefährlicher Angreifer ist - natürlich den 49000 Fans im Kölner Stadion, aber vor allem einem: Felix Magath. "Ich will ihm zeigen, dass ich nicht der Fußballer bin, für den er mich hält", hatte der rumänische Stürmer in Richtung seines ehemaligen Trainers angekündigt. Im vergangenen Sommer war Radu vom VfL Wolfsburg an den 1. FC Köln ausgeliehen worden und gegen seinen alten Klub dementsprechend motiviert.

15 Mal hatte der 31-Jährige in der Hinrunde für Köln auf dem Platz gestanden (acht Mal von Anfang an) und dabei nur einen Treffer erzielt. Weil Zehn-Tore-Mann Milivoje Novakovic gelb-rot gesperrt fehlte, stand Radu in der Startelf - und war gegen seine ehemaligen Kollegen von Beginn an bemüht, aber zunächst glücklos. Außer einem misslungenen Doppelpass-Versuch mit Kölns überragendem Kapitän Petit war in der ersten halben Stunde von dem Rumänen nicht viel zu sehen - bis zur 34. Spielminute: Dann beförderte Radu einen langen Pass von Kevin Pezzoni mit einem Heber über den herauslaufenden Wolfsburger Torwart Diego Benaglio sehenswert ins Netz.

Holpriger Rasen im Kölner Stadion sorgt für viele Diskussionen

Radu bewies jedoch nicht nur seine Torjägerqualitäten, die seit der Saison 2006/07 (damals traf er für Energie Cottbus in der ersten Liga insgesamt 14 Mal) allerdings ein wenig in Vergessenheit geraten waren, sondern glänzte auch als Vorbereiter. Nach der Halbzeitpause, als die Wolfsburger immer besser ins Spiel kamen und sich Köln auf Konter beschränkte, setzte Radu seinen Sturmpartner Ishiaku zwei Mal optimal in Szene: Doch erst traf dieser den Ball nicht richtig (54.), dann rutschte er beim Torschuss aus (64.), was beides auf den erbärmlichen Zustand des Kölner Rasens geschoben werden darf.

Das holprige Grün sorgte auch noch nach der Begegnung für ausreichend Gesprächsstoff. "Wir haben die verkehrten Mittel bei diesem Boden verwendet und nur klein-klein gespielt", analysierte Wolfburgs Trainer Felix Magath. Doch nach der Pause hatten sich die Gäste auf die Platzverhältnisse eingestellt und kamen zu Chancen. Grafite erzielte den Ausgleich (73.), der eingewechselte Neuzugang Yoshito Okubo traf anschließend noch den Pfosten (79.).

In Sachen Spielfläche erklärte Christoph Daum, dass wegen des wochenlangen Frosts ein Rasenwechsel nicht möglich war. "Ich bin zwar kein Rasen-Doktor, aber ich gehe davon aus, dass der Platz bei Schnee abgedeckt war", analysierte der FC-Trainer. "Ich denke, er hat das als Winterschlaf betrachtet und ist daraus noch nicht wieder erwacht."

Das 1:1 bewertete Daum aufgrund der personellen Situation als Punktgewinn: "Kompliment an meine Mannschaft, wie sie die Ausfälle kompensiert hat - das war erste Sahne."

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