Dank des Treffers von Novakovic gewinnt der FC 1:0 gegen ersatzgeschwächte Bremer.

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Kölns Milivoje Novakovic bejubelt sein Tor zum 1:0.

Kölns Milivoje Novakovic bejubelt sein Tor zum 1:0.

dpa

Kölns Milivoje Novakovic bejubelt sein Tor zum 1:0.

Köln. Es schien ein kleiner Stich in das Herz des Christoph Daum gewesen zu sein, als Schiedsrichter Michael Weiner die Partie abpfiff. Mit 1:0 hatte seine Mannschaft, der 1. FC Köln, das Spiel gegen Werder Bremen gewonnen und damit den Klassenerhalt so gut wie perfekt gemacht. Daum griff sich an die Brust, atmete tief durch und ging direkt in die Katakomben, um die Geschehnisse kurz für sich zu verarbeiten.

Und so verpasste der Trainer der Rheinländer die spontane Feier seines Teams mit den 50000 Anhängern, von denen kaum jemand das Stadion verlassen hatte. "Nie mehr zweite Liga" skandierten die Fans, und die Spieler tanzten dazu auf dem Rasen. Es war, als wollten alle gemeinsam die nach vier Niederlagen in Folge wieder verstärkt aufkeimende Abstiegsangst in Köln endgültig vertreiben.

35 Punkte haben die Kölner mit diesem Erfolg, für den Milivoje Novakovic mit seinem Treffer sorgte (61.), nun auf der Habenseite - und damit neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. "Wir hätten heute auch den letzten Scheiß spielen können. Hauptsache, wir haben gewonnen", sagte Daum später erleichtert.

Ohne Diego, Özil und Almeida fehlt Bremen Durchschlagskraft

Seine Mannschaft hatte die Begegnung letztlich verdient gewonnen, weil sie die erste Hälfte trotz einer schwachen Leistung ohne Gegentreffer überstand und sich im zweiten Durchgang Vorteile gegen die stark ersatzgeschwächten, aber technisch deutlich begabteren Bremer erarbeitet hatte. Ohne Diego, Mesut Özil und Hugo Almeida, die gar nicht erst ins Rheinland gereist waren, fehlte den Hanseaten die Zielstrebigkeit.

"Wir haben niemanden geschont", erklärte Trainer Thomas Schaaf sehr nachdrücklich. Dem Vorwurf einer Wettbewerbsverzerrung wollte er sich gar nicht erst aussetzen. Auch wenn seine Spieler nicht den Eindruck erweckten, die Partie um jeden Preis gewinnen zu wollen.

Christoph Daums Miene verdunkelte sich dann doch noch einmal für einige Sekunden. "Wir stehen unter enormem Druck und haben uns ein wenig Luft nach unten verschafft. Für mich ist die Sache erst erledigt, wenn es auch rechnerisch nicht mehr möglich ist." Das klang allerdings nach reiner Pflichterfüllung.

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