Die Tage vor den Winterspielen sind lang. Und dann entscheidet oft nur der Kopf.

Biathlet Michael Greis weiß, wie sich Olympiagold anfühlt.
Biathlet Michael Greis weiß, wie sich Olympiagold anfühlt.

Biathlet Michael Greis weiß, wie sich Olympiagold anfühlt.

dpa

Biathlet Michael Greis weiß, wie sich Olympiagold anfühlt.

Vancouver. Warten kann wahnsinnig machen. Vor allem beim Wahnsinn Olympische Spiele. Die Athleten haben das olympische Dorf bezogen, im Gepäck haben sie schöne Erinnerungen, große Hoffnungen und große Erwartungen. Bernhard Schwank, Chef de Mission der 152 deutschen Athleten, sagt: "Wir treten in Vancouver an, um Platz eins zu wiederholen." Platz eins im Medaillenspiegel, Gold ist die Währung bei Olympischen Spielen.

Michael Greis weiß, wie man Olympia-Gold gewinnt. In Turin vor vier Jahren hatte der Biathlet drei der elf deutschen Glücklichmacher besorgt. "Ich kann nichts wiederholen, ich muss die Sache spielerisch locker angehen." Durchhalteparolen auf dem Weg zum ersten Start im Whistler Olympic Park.

"Ich kann etwas vorweisen, aber gleichzeitig motiviert es mich, das Ganze zu wiederholen", sagt der 33-Jährige aus Nesselwang. "Viele kommen in Top-Form nach Vancouver, aber bei Olympia kommt der Kopf dazu."

Manchmal ist der Kopf schlicht ein Rätsel. So wie bei Georg Hettich. Der Kombinierer hat 2006 sensationell Gold, Silber sowie Bronze geholt und sagt: "Alleine der Moment des Olympiasieges - dafür hat es sich rentiert, 14 Jahre Leistungssport zu machen." Aber man brauche nicht viel darüber reden, "das kann ich nicht wiederholen", sagt der Ersatzmann aus Schonach.

"Ich weiß selbst nicht mehr genau, wie ich das damals in Pragelato gemacht habe." Olympische Spiele sind wie ein Pokalspiel: "Sie haben ihre eigenen Gesetze, wie alle erzählen. Ich weiß es ja nicht", sagt Hettichs Kollege Tino Edelmann. Es sind die ersten Spiele für die Medaillenhoffnung, was auch für Biathletin Magdalena Neuner und Ski-Ass Maria Riesch gilt. Maria Riesch hat fünf Gelegenheiten, eine Medaille zu gewinnen.

Snowboarderin Amelie Kober hat nur eine Chance - und gilt dabei als sichere Goldkandidatin. Die Silbermedaillengewinnerin von Turin hat zuletzt im Weltcup triumphiert, es war ihr neunter Sieg. Ein gutes Omen? 2009 "habe ich auch das letzte Rennen vor der WM gewonnen und am Ende hat gar nichts geklappt", sagt die 22-Jährige. Nur Mut.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer