Curling
Kanadas Curler Jim Armstrong in Aktion. Foto: Sergei Chirikov

Kanadas Curler Jim Armstrong in Aktion. Foto: Sergei Chirikov

dpa

Kanadas Curler Jim Armstrong in Aktion. Foto: Sergei Chirikov

Sotschi (dpa) - Auch wenn man es dem netten alten Herrn in seinem Rollstuhl auf der Curlingbahn von Sotschi nicht direkt ansieht - Jim Armstrong war früher alles andere als ein Saubermann.

Der 63 Jahre alte Skip des kanadischen Teams hat nicht nur drei WM-Titel und einen Paralympics-Sieg auf dem Konto, sondern auch eine Dopingsperre. Und einmal hätte er gar fast ins Gefängnis gemusst.

2011 wurden er und sein Sohn Gregory von einem US-Gericht schuldig gesprochen, Tausende von gefälschten Erektionspillen wie Viagra ins Land geschmuggelt zu haben. Armstrong gab an, sie über Jahre an Menschen ohne entsprechendes Rezept weitergegeben zu haben. Nach dem Geständnis wurde er für ein Jahr unter Aufsicht gestellt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 000 US-Dollar verurteilt. Sein Zögling Gregory musste hinter Gitter und flog obendrein von der Universität.

Nur ein Jahr später sperrte der Curling-Weltverband Armstrong für 18 Monate, nachdem dieser am Vorabend der WM in Südkorea positiv auf ein verbotenes Mittel getestet worden war. Die Sperre wurde später auf ein halbes Jahr reduziert. Gutachter hatten festgestellt, dass Armstrong der Arzneistoff rein sportlich wohl eher geschadet als genutzt hätte. Zumindest in Sotschi sieht es bisher bestens aus: Team Kanada hat fünf seiner sechs Spiele gewonnen.

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