Dubai (dpa) - Die Zeiten haben sich geändert. Chinas Freistil-Schwimmerinnen sorgten für den ersten Weltrekord nach dem Verbot der Hightech-Anzüge - und überraschten danach mit charmantem und selbstbewusstem Auftreten.

Früher übernahm gern der Trainer die Beantwortung aller Fragen für seine Athletinnen, heute sprechen Leistung und Aussagen für sich. «Wir haben schon damit gerechnet, den Weltrekord zu brechen. Die einzige Herausforderung waren wir selbst», sagte Liu Jing lächelnd nach dem Sieg über 4 x 200 Meter Freistil am Mittwochabend bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Dubai. Das Quartett ist zwischen 17 und 20 Jahre alt und kommt zum Teil aus Shanghai - dort findet 2011 die Langbahn-WM statt. «Mit dem Heimvorteil werden wir hoffentlich noch stärker sein», erklärte Zhu Qianwei.

Die Konkurrenz kann sich also warm anziehen, denn Chinas Frauen gewannen bereits bei der WM 2009 mit Weltrekord. Auffallend sind dabei große Leistungssprünge und neue Namen, die bei Meisterschaften immer wieder auftauchen. Der Grund dafür liegt im Dunkeln. Zumindest Zhu Qianwei hat für sich eine simple Erklärung: «Wir haben eine gute Atmosphäre, gute Trainingsmöglichkeiten und profitieren von der starken Konkurrenz daheim.»

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