Thomas Bach (r) und Wladimir Putin bei den Paralympics in Sotschi. Foto: Sergei Chirikov
Thomas Bach (r) und Wladimir Putin bei den Paralympics in Sotschi. Foto: Sergei Chirikov

Thomas Bach (r) und Wladimir Putin bei den Paralympics in Sotschi. Foto: Sergei Chirikov

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Thomas Bach (r) und Wladimir Putin bei den Paralympics in Sotschi. Foto: Sergei Chirikov

Saarbrücken (dpa) - Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth hat IOC-Präsident Thomas Bach scharf kritisiert.

«Dass Bach jetzt als Herr des IOC bei der Eröffnung der Paralympics mit Putin Champagner trinkt, das ist für mich unerträglich», sagte die Grünen-Politikerin der «Saarbrücker Zeitung» und sprach von einer «Verhöhnung der Opfer auf dem Maidan. Und auch der Menschen, die weltweit in der jetzigen Situation Angst haben».

Angesichts der Lage auf der Krim hätte sie erwartet, dass der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) «darüber nachdenkt, ob die Paralympics, die ja von ganz großer Bedeutung für die Sportler sind, an einem Ort stattfinden können, der nur 500 Kilometer von der Ukraine entfernt ist». Sie habe schon «außerordentlich bedauert», dass sich Bach am Ende der Olympischen Winterspiele in Sotschi explizit bei Putin bedankt habe. «Den Dank an den Staatspräsidenten habe ich bei anderen Spielen so nie vernommen», sagte Roth.

Bei der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics hatte Bach am vergangenen Freitag auf der Ehrentribüne neben dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin gesessen. Die Bundesregierung und Politiker zahlreicher weiterer Länder sowie Angehörige von Königshäusern hatten dagegen auf ein Reise nach Sotschi verzichtet.

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