Kuriose Geschichten vor dem Start der neuen Saison – von A bis Z

Düsseldorf. A wie Aufbruch: Nach dem WM-Auftritt brummt der Dauerkarten-Verkauf. Aber Hertha fehlt. Ohne das Olympiastadion wird es schwer, die 13-Millionen-Marke zu knacken.

B wie Bayern-Jäger: Wer soll die Bayern stoppen? Magath in Schalke? Heynckes in Vizekusen? Schaaf in Bremen? Gross in Stuttgart? Veh in Hamburg? McClaren in Wolfsburg? Trainer, die alle schon mal irgendwo Meister waren - die letzte Hoffnung.

C wie Capitano: "Unser Capitano" ist zurück. In Leverkusen machen sie Michael Ballack nicht zum Kapitän. Umso lautstärker fordern sie, dass er in der Nationalelf die Binde tragen müsse. Seltsam.

D wie Dzeko: Der Wolfsburger Torschützenkönig spielte keine WM und fährt deshalb immer noch VW. Kickt wohl das letzte Jahr in der Liga. Schade.

E wie Exportschlager: Gleich zwei junge Bundesliga-Stars gehen zu Real Madrid: Sami Khedira und Mesut Özil. Der ultimative Ritterschlag kann einen aber auch umhauen. Siehe Metzelder.

F wie Finanzjongleur: Felix Magath wird später mal Finanzberater. Wie der seinen Klubchefs die Millionen aus dem Anzug leiert - sagenhaft. Schalke hat rund 250 Millionen Euro Miese, gibt aber dank Gazprom und Schlachtermeister Tönnies 30 Millionen für neue Spieler aus. Die Vereinshymne: Russisches Gas, westfälisches Fleisch, nur deshalb ist Schalke noch reisch (damit sich’s reimt).

G wie Geizkragen: Louis van Gaal hat sich von "F wie Feierbiest" zu "G wie Geizkragen" vorgearbeitet. Der FC Bayern München hat 0, in Worten: null, namhafte Spieler verpflichtet.

H wie Holländische Achse: Van Gaal, van Bommel, Robben - von wegen Lederhose. Bayern verdankt seinen jüngsten Erfolg unseren sympathischen Nachbarn im Westen. Die gilt es zu stoppen. Auch damit der kuriose Van-Gaal-Auftritt bei der Meisterfeier auf dem Rathausbalkon einmalig bleibt.

I wie Immer gut drauf: Jürgen Klopp, Trainer der Marke C&E (cool und ehrgeizig), wartet im dritten Dortmunder Jahr auf den Durchbruch. Und das geht nur mit: Endlich Schalke schlagen.

K wie Kaiser: Franz Beckenbauer (war auch mal "Capitano") gibt weiter Interviews und ernährt auf diese Weise Parodisten wie Matze Knop.

L wie Lockenpracht: Dante, Gladbachs Abwehrchef, trägt die lustigste Frisur der Bundesliga. Eine Mischung aus Valderrama und Hendrix.

M wie Müllern: Altes Verb, neu belebt von einem Pfundskerl. Thomas Müller war der Aufsteiger. Geht übrigens nicht zu Real Madrid.

N wie Neulinge: Alte Bekannte sind wieder da - und gleich wieder weg? Der FC St. Pauli glaubt an einen späten Frühling von Gerald Asamoah, der 1. FC Kaiserslautern an österreichische Fußballer-Qualität (Hoffer, Knaller, Walch). Beides gibt Anlass zur Sorge.

O wie Ostdeutschland: Der abgehängte Teil des Landes. Cottbus, Rostock, Hertha - alle mussten runter. Keine gute Entwicklung.

P wie Podolski, Lukas: In Köln bleibt er der ewige "Prinz Poldi" und wird wohl nie erwachsen. Anderswo fühlt er sich nicht wohl und wird auch nicht erwachsen. Vielleicht sollte er nur noch Nationalmannschaft spielen.

Q wie Quertreiber: Die ersten Anwärter auf den Titel "Quertreiber der Saison" sind Philipp Möchtegern-"Capitano" Lahm und Marko Arnautovic, Werders neues Enfant terrible. Unerreicht bleibt jedoch Matthäus. Warum? Ach, da wird dem Lothar (war auch "Capitano") was einfallen.

R wie Raul: Sympathischer Kerl aus einer Arbeiterfamilie. Das passt zum Malocher-Klub Schalke. Internationaler Star jenseits der 30. Das passt schon weniger und ging schon bei Ruud van Nistelrooy in Hamburg schief.

S wie Schleudersitz: Mirko Slomka, bitte anschnallen. Nach dem Pokal-Aus beim Viertligisten Elversberg ist der Trainer von Hannover 96 Top-Rauswurf-Kandidat.

T wie Trööööt: Wäre Benjamin Blümchen, Deutschlands Lieblings-Elefant mit eingebauter Vuvuzela, Fußball-Fan, er hätte in Bremen, Dortmund, Mönchengladbach, Nürnberg und Stuttgart Hausverbot. Motto: Lieber ein paar Promille zuviel als ein paar Dezibel.

U wie U-Musik: Wo bleibt die Hymne auf Ballacks Ferse oder Wade? Erinnern Sie sich noch? Alan & Denise haben nur einen Hit. 1983 singen sie: "Rummenigge, Rummenigge, sexy knees."

V wie Videobeweis: Gibt es ebenso wenig wie den Chip im Ball. Das kann ja heiter werden.

W wie Wechseltheater: Unvermeidliches Vorspiel jeder Saison. Nach dem 31. August ist das vorbei, Gott sei dank.

Z wie Zampano: Nummer eins: HSV-Klubchef Bernd Hoffmann, der das Trainer-Karussell in Schwung hält. Diesmal darf es Armin Veh versuchen. Sein Mindestziel: Zwei Siege gegen St. Pauli. (Amerkung: J, X und Y fallen wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus.)

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer