Der geplagte 1. FC Köln erkämpft in einem tristen Spiel ein 0:0 in Bochum.

Ein umkämpftes Spiel ohne Klasse: Bochums Christoph Dabrowski (l.) und Maniche im Zweikampf.
Ein umkämpftes Spiel ohne Klasse: Bochums Christoph Dabrowski (l.) und Maniche im Zweikampf.

Ein umkämpftes Spiel ohne Klasse: Bochums Christoph Dabrowski (l.) und Maniche im Zweikampf.

dpa

Ein umkämpftes Spiel ohne Klasse: Bochums Christoph Dabrowski (l.) und Maniche im Zweikampf.

Bochum. Zufrieden konnte nach dieser Partie zwischen dem VfL Bochum und dem 1.FC Köln keine der beiden Mannschaften sein. Dieses triste 0:0 hilft hier wie dort nicht, einen Schritt heraus aus dem Tabellenkeller zu machen.

Lediglich Kölns zuletzt stark in die Kritik geratener Trainer Zvonimir Soldo dürfte ein wenig durchgeatmet haben, nach diesem Punktgewinn im Ruhrgebiet wird er im Amt bleiben.

Vielleicht muss ein Bundesligaspiel an einem verregneten Novemberabend so sein. Vor allem dann, wenn der Tabellen-17. auf ein zwei Plätze besser postiertes Team trifft. Die Partie Bochum gegen Köln zeichnete sich durch Quer-, Rück-, Fehlpässe und schier unendliche Zweikämpfe aus. Es war im Grunde ein Lehrstück quälenden Abstiegskampfes.

Aus Sicht der Rheinländer vielleicht noch verständlich, weil die Spieler in der abgelaufenen Woche eine Maulwurf-Debatte überstehen mussten, von Präsident Wolfgang Overath wieder einmal zur Ordnung gerufen wurden und am Tag vor dem Spiel noch die Absetzung ihres Kapitäns verkraften mussten. Allerdings durfte Milivoje Novakovic trotz dieser Degradierung von Beginn an mitwirken, weil sich auch noch Manaseh Ishiaku kurzfristig verletzt hatte. Und auch Lukas Podolski fehlte gelb-gesperrt.

Ziemlich viel für eine Mannschaft, die diese unerfreulichen Ereignisse allerdings ganz ordentlich verkraftete. Wohl auch, weil Zvonimir Soldo mit Adil Chihi, Taner Yalcin und Kevin Pezzoni gleich drei Spieler in die Anfangself stellte, die sonst eher Reservisten sind, aber für ein wenig mehr Schwung sorgten. Zumindest waren die Kölner vor 29 100 Zuschauern im Bochumer Stadion das spielbestimmende Team.

Bochums defensives Verhalten bleibt allen ein Rätsel

überragend: -
gut:
-
zufriedenstellend:
Mondragon, Mohamad, Schorch, Pezzoni, Yalcin, Chihi, Geromel, Ehret, Novakovic
enttäuschend:
Maniche, Petit

überragend: -
gut:
-
zufriedenstellend:
Heerwagen, Maltritz, Mavraj, Pfertzel, Ono, Prokoph, Klimowicz, Epalle
enttäuschend:
Dabrowski, Sestak, Fuchs, Grote, Concha

Weshalb die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich nach dem jüngsten Auswärtserfolg beim HSV so ängstlich agierte, dürfte ihr Geheimnis bleiben. Zumindest das Engagement der Bochumer erhöhte sich im zweiten Durchgang.

Die zwei besten Möglichkeiten hatte dann aber doch der 1.FC Köln. Petit schoss nach toller Vorlage von Novakovic gegen den Pfosten des VfL-Tores (69.), dann vergab der abgesetzte Kapitän selbst freistehend vor dem Tor. Szenen, die Kölns Manager Meier Mut machten: "Wir waren dem Sieg hier in Bochum sehr viel näher. Die Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben auf die Diskussionen dieser Woche."

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